Ein Chirurg wird in Australien der Tötung und Körperverletzung in mehr als 100 Fällen verdächtigt. Obwohl er bereits in den USA auffällig gewesen war, schaffte er es in einer australischen Klinik bis zum Chefarzt.

Nach einem ähnlichen Fall in Großbritannien soll auch in Australien ein "Dr. Death" sein Unwesen getrieben haben.

Krankenbett AP

Viele der Patienten des Arztes kamen nicht mehr lebendig aus dem Krankenhaus. (© Collage: sueddeutsche.de/AP)

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Ein aus Indien stammender Arzt wird verdächtigt, im Staat Queensland mehr als 100 Patienten getötet oder schwer verletzt zu haben.

Trotz vorheriger Disziplinarverfahren in den USA hatte er dort eine Approbation erhalten. In der kommenden Woche nimmt eine Ermittlungskommission Untersuchungen gegen den Chirurgen auf.

Der Mann arbeitete seit 2003 zunächst als Chirurg und später als Chefarzt der Chirurgie in der Bundaberg-Klinik in Queensland. Kürzlich tauchten die ersten Anschuldigungen von Kollegen auf, die ihn mit dem Tod oder schweren Verletzungen von Patienten in Verbindung brachten.

Nach Anschuldigungen untergetaucht

Der Arzt, den die australischen Medien "Dr. Death" nennen, verließ kurz darauf das Land. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist nicht bekannt.

Laut einem Bericht der Gesundheitsbehörden von Queensland starben 110 der insgesamt 1.202 Patienten des Mannes oder mussten zur weiteren Behandlung in andere Krankenhäuser gebracht werden.

Aus dem Bericht geht hervor, dass 30 der Patienten in der Bundaberg-Klinik starben. 35 weitere starben nach ihrer Entlassung und vier in anderen Krankenhäusern. Über die Todesursachen wurden keine Angaben gemacht.

Der Fall kam ins Rollen, als im März dieses Jahres eine Krankenschwester erste Vorwürfe gegen den Chirurgen erhob, und zwar im Zusammenhang mit der Behandlung von 14 Patienten.

Darunter war ein Mann, der schweren Brustverletzungen erlag, nachdem der verdächtige Arzt eine Verlegung in eine größere Klinik in Brisbane abgelehnt hatte.

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