Fassungslosigkeit in St. Johns im US-Staat Arizona: Ein achtjähriger Junge hat mit einem Gewehr zwei Erwachsene erschossen. Doch die Tragödie ist kein Einzelfall: In den USA töten kleine Kinder immer wieder Menschen.
Fassungslos stehen die Einwohner von St. Johns im US-Staat Arizona vor einem ungewöhnlichen Verbrechen: Ein achtjähriger Junge hat dort zwei Männer erschossen, darunter seinen Vater.
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"Wer kann sich vorstellen, dass ein Achtjähriger zwei Erwachsene tötet", sagte Polizeichef Roy Melnick am Freitag. Der Junge war bislang völlig unauffällig, es gab keine Strafen gegen ihn in der Schule und auch keine Anzeichen für häusliche Probleme.
"Es ist eine Tragödie", sagt der Anwalt des Jungen, Benjamin Brewer. "Da sind zwei Menschen tot und ein Achtjähriger ist im Gefängnis." Nach Angaben der Behörden soll der Junge die Erwachsenen mit einem Gewehr erschossen haben. Er wurde wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes angeklagt, was in Arizona ab acht Jahren möglich ist.
Es sei offenbar keine spontane Tat gewesen, sagte Melnick. Angaben zum möglichen Motiv machte er aber nicht. Nach den Schüssen sei der Junge zu einem Nachbar gegangen und habe gesagt, er glaube, dass sein Vater tot sei, sagte Bezirksstaatsanwalt Brad Carlyon.
FBI-Statisten zeigen, dass die Tat des Kindes in Arizona kein Einzelfall ist: In den Jahren 2003, 2004 und 2005 gab es jedes Jahr mindestens drei Fälle in den USA, in denen ein Kind, das nicht älter als elf Jahre ist, einen Mensch umgebracht hat. Im Jahr 2002 waren es soger 15 Delikte. Jüngeres Statistiken sind derzeit nicht verfügbar.
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(AP/mmk/woja)
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