Nach einem Sturm in der Antarktis ist der Eisberg B15 zerborsten. Der Koloss war mit 11.000 Quadratkilometern so groß wie Jamaika.
Satellitenaufnahmen zufolge zerbrach der Eisberg "B15" im Oktober in zwei Teile, die "B15A" und "B15J" getauft wurden. Der Zerfall sei "früher oder später erwartet" worden, sagte Mike Williams vom Nationalen Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung in Wellington.
Das Infrarot-Bild zeigt den Eisberg B15 am 31. Oktober und dann am 3. November 2003. Die Forscher überwachen nun seine Bewegungen. (© Foto: Antarctic Cooperative Research Center / NOAA - Wettersatellit.)
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Auf "B15A" brachten amerikanische Forscher Sonden zur Wetter- und Positionsbestimmung an, um seine Bewegungen zu überwachen, wie die Tageszeitung Antarctic Sun berichtete. "B15" lag seit mehr als drei Jahren auf dem Grund des Ross-Meeres vor der Nordküste der Antarktis, rund 3.800 Kilometer südlich von Neuseeland. Nach der Teilung spalteten sich von ihm acht kleinere Eisberge ab, die jetzt in der Region treiben.
Millionen Pinguine starben
"B-15" war im März 2000 vom Ross-Schelfeis abgebrochen, das der Größe Frankreichs entspricht. Zusammen mit anderen Eisbergen blockierte er den McMurdo-Sund und schnitt große Kolonien von Pinguinen von ihren Brutplätzen ab. Millionen der Seevögel verendeten, weil sie nicht mehr zu ihren Brutgebieten schwimmen konnten und laufen mussten. Besonders die kleineren und schwächeren Pinguine sowie die Eier in den Nestern wurden dabei das Opfer Großer Raubseemöwen.
Pinguin-Forscher Gerald Kooyman sagte der Antarctic Sun, knapp drei Viertel der Kaiser-Pinguine, die früher an Kap Crozier auf der Ross-Insel gezählt worden waren, seien inzwischen verschwunden.
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(sueddeutsche.de/AP/AFP)
Studie von UN-Kinderhilfswerk