Zehn Schiffe in einem Monat: Somalische Piraten setzen ihren Beutezug auf hoher See fort. Islamisten feiern die Seeräuber unterdessen als Helden.
Somalische Piraten haben innerhalb eines Tages zwei Schiffe in ihre Gewalt gebracht. Der britische Sender BBC berichtete unter Berufung auf die Nato, der unter togolesischer Flagge fahrende Frachter MS Sea Horse sei gekapert worden. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.
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Piraten vor Somalia: In kleinen, wendigen Booten greifen die Seeräuber an - und haben erneut einen Tanker in ihre Gewalt gebracht. (© Foto: AFP)
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In der Nacht zum Dienstag war im Golf von Aden zudem der griechische Frachter MS Irene in die Fänge von Piraten geraten. Laut BBC enterten Piraten in der gefährlichen Wasserstraße bereits am Montag zwei ägyptische Fischerboote.
Die aus den Philippinen stammende 22-köpfige Besatzung der MS Irene blieb bei dem Überfall offenbar unverletzt. Das 35 000-Tonnen- Schiff fährt unter der Flagge des karibischen Inselstaats St. Vincent, teilte das Internationale Maritime Büro in London mit.
Seit Monatsbeginn brachten Piraten im Golf von Aden und im Indischen Ozean damit bereits zehn Schiffe in ihre Gewalt. Dazu zählt auch der deutsche Frachter Hansa Stavanger mit fünf deutschen und 19 weiteren Besatzungsmitgliedern an Bord.
Mehrere radikalislamische Gruppen in Somalia haben die jüngsten Piratenangriffe als "Kampf gegen den Westen" gelobt. Der Sender Garowe berichtete auf seiner Webseite, die Islamisten hätten die Attacken der Seeräuber als Schutz der somalischen Küstengewässer gewürdigt.
Die Regierung der somalischen Region Puntland lobte indes das amerikanische Vorgehen gegen die Piraten. Abdirahman Mohamed Farole, der Präsident der halbautonomen Region im Nordosten Somalias, gratulierte der US-Regierung zu ihrer "starken Haltung gegen die Piraten", berichtete der Rundfunksender Radio Garowe.
Unterdessen wächst nach der Militäraktion zur Befreiung von US-Kapitän Richard Phillips die Sorge um das Schicksal der anderen Geiseln in der Gewalt der Seeräuber vor Somalia. "Dadurch könnte die Gewalt in diesem Teil der Welt sprunghaft zunehmen, da besteht kein Zweifel", sagte der amerikanische Vizeadmiral William Gortney einem Bericht des Senders BBC zufolge.
Es habe zuletzt zwar immer mehr Piratenangriffe gegeben, allerdings seien diese zumeist unblutig verlaufen, sagte Gortney. US-Elitesoldaten hatten Phillips am Sonntag in einer dramatischen Aktion befreit. Marine-Scharfschützen erschossen drei der vier Piraten, die Phillips seit Mittwoch in einem Rettungsboot in ihrer Gewalt hatten. Der vierte Pirat ergab sich den US-Marinesoldaten. Er war zum Zeitpunkt der Befreiungsaktion an Bord der USS Bainbridge, offenbar um mit der Navy zu verhandeln.
Pirat könnte in den USA Prozess gemacht werden
Die Staatsanwaltschaft wird nach Justizangaben prüfen, ob er vor ein amerikanisches Gericht gestellt wird. Es sei das erste Mal in der jüngeren Geschichte, dass sich ein Pirat, der einen US- Amerikaner angriff, in US-Gewahrsam befindet.
In den USA muss der Beschuldigte den Angaben zufolge mit einer lebenslangen Haftstrafe wegen Entführung rechnen, falls er schon volljährig ist. Für Minderjährige gilt eine geringere Höchststrafe. Laut US-Medien ist der festgenommene Pirat erst etwa 16 Jahre alt. Die drei Seeräuber, die bei dem Militäreinsatz ums Leben kamen, waren Jugendliche im Alter von 17 bis 19 Jahren. Es habe sich um "nicht ausgebildete Jugendliche" mit "schweren Waffen" gehandelt, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates.
Ein somalischer Diplomat widersprach der amerikanischen Darstellung der Ereignisse. Die US-Soldaten hätten einen Trick angewandt, sagte der somalische Vizekonsul in der jemenitischen Hafenstadt Aden, Hussain Haji Mahmud. Demnach hätten die Amerikaner zunächst einen der Piraten vom Rettungsboot auf das US-Kriegsschiff gelockt, um mit ihm angeblich über die Übergabe eines Lösegeldes verhandeln.
Dann hätten sie gefordert, mit Kapitän Phillips telefonieren zu dürfen, um sicherzustellen, dass dieser noch lebt. Über Telefon sei Phillips nur zugerufen worden, in Deckung zu gehen, da die Aktion beginne. In diesem Moment eröffneten die Scharfschützen das Feuer auf die restlichen Piraten auf dem Rettungsboot.
Kapitän bei guter Laune
Nach seiner Befreiung sei Phillips zunächst auf die USS Bainbridge und dann zu einer medizinischen Untersuchung auf die USS Boxer geflogen worden, sagte Navy-Sprecher Nathan Christensen. "Dem Kapitän geht es gut. Er hat geduscht und die Kleidung gewechselt", sagte Gortney. Auch mit seiner Frau Andrea habe er telefoniert. Sie sagte, er habe seinen Humor nicht verloren, er sei bester Laune, berichtete eine Sprecherin der Maersk-Reederei. In seiner Heimat und von seiner Crew wird der 53- Jährige als Held gefeiert.
Als die Piraten den von Phillips gesteuerten Containerfrachter Maersk Alabama am Mittwoch geentert hatten, trug der Kapitän seiner Crew auf, sich in einer Kabine einzuschließen, berichteten die Seeleute laut BBC. Um seine Mannschaft zu retten, habe sich Phillips selbst den Seeräubern ausgeliefert. "Jeder hier von uns hat ihm zu danken, dass wir am Leben und frei sind", sagte der Erste Maat Shane Murphy am Montag in der kenianischen Hafenstadt Mombasa, wo die Maersk Alabama in der Nacht zu Sonntag eingetroffen war.
Die 20-köpfige Crew wollte nicht verraten, wie genau sie die mit Maschinenpistolen bewaffneten Piraten überwältigt hatten, um anderen Seeleuten in einer ähnlichen Lage nicht zu schaden. Gleichzeitig appellierten sie, die Piraten entschlossen zu bekämpfen. "Wir bitten Präsident Obama, alle Möglichkeiten zu nutzen, um die somalische Piraterie zu beenden", sagte Murphy.
Überschattet wird der erfolgreiche Befreiungsschlag von Sonntag vom tragischen Ausgang einer ähnlichen Aktion französischer Truppen am Karfreitag. Bei der Befreiung der französischen Segeljacht Tanit waren nicht nur zwei Piraten, sondern auch der 27-jährige Bootseigner beim Schusswechsel zwischen Piraten und Soldaten getötet worden. Die übrigen vier Geiseln, unter ihnen ein dreijähriges Kleinkind, konnten unverletzt gerettet werden und kehrten bereits am Sonntag nach Frankreich zurück.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/hai/gba)
Studie zur Beliebtheit der Deutschen
Ich verstehe schon, was Sie damit sagen wollen digitoux.
Wobei ich die Meinung u. tlw. Erfahrung habe, dass der Moslem welcher in seinem Heimatland lebt, häufig intelligenter und toleranter ist, als diejenigen, welche hier im Haus des Krieges mit uns Ungläubigen leben müssen.
Die von bruximator erwähnte Geschichte vom französischen Alt68er, der seinem multikulturellen Weltbild zum Opfer fiel, ist ein schöner Fingerzeig auf die Zwickmühle in der sich die Politiker befinden.
Marine und Militär wollen und könnten Sicherheit und Ordnung wiederherstellen- dürfen aber nicht, weil der arme Schwarzafrikaner grundsätzlich nur das Opfer des bösen Weißen sein kann.
Mein Wunsch wäre ja Folgender: Eine Kommission unter Führung von Claudia Roth und anderen Leuten, die eine "interkulturelle Kompetenz" mitbringen, fährt auf einer deeskalierend von Kindern buntbemalten Yacht nach Somalia, um sich mit den Leuten dort an der Küste über Hilfsmöglichkeiten durch europäische Steuerzahler zu unterhalten.
Nachdem nun bewaffnete Kriegsschiffe um die Küste von Somalien kreuzen, ist es keineswegs so, dass sie dafür sorgen, dass ausländische Fischtrawler vom illegalen Fischen in somalischen Gewässern abgehalten werden, sondern es ist so, dass Somalis, die sich auf Wegezoll spezialisiert haben, ausgeklügelt abgeknallt werden.
Gratulation, die westliche Zivilisation ist einfach überlegen, und sie hat automatisch jedes Recht, das sie sich ausbedingt.
"Der Islam ist eine friedliche Religion." Dieser Satz gilt wohl auch für die meisten in Deutschland, Europa und im Westen lebenden Moslems.
Die Einstellung der meisten Moslems zum Westen, wenn sie nicht selbst dort leben, ist allerdings eine andere. So schön es ja durchaus sei, wenn die Welt so wäre, wie sie sich in den Köpfen von Gutmenschen darstellt, so ist sie leider nicht.
Um ein Problem wie dieses zu lösen, muss man sich an die Fakten halten und nicht an irgendwelche im Elfenbeinturm erdachte Normativa.
Ein weises Vorgehen wäre z.B., nicht die im Islam weit verbreitete Anti-West-Einstellung zu leugnen, sondern nach deren Gründen und Ursachen zu forschen. Dann muss man nicht tief graben, um auch eigene Fehler zu sehen, die man leicht abstellen könnte.
Die Piraten werden wahrscheinlich die neue Zielscheibe für ein nun neu zu platzierendes Militärbudget!
...anstatt Milliarden für riesige Schiffe im Einsatz zu bezahlen kauft euch bitte 30 alte Frachter. Verstärkt deren Rumpf von innen. Baut aufs Deck 2-3 getarnte Gatling Kanonen (da hat jedes Piratenschnelboot ausgelacht). Im Innenraum gibts Fitnes und Erholung für die ca. 30 Marines/KSK Leute. Damit fahrt ihr den Golf von Aden hoch und runter und ab und an streicht ihr das Vehicel mit 1 Schicht Farbe auf See um.
So weis der Pirat nie ob der Seelenverkäufer vor ihm in in tausend Stücke zerlegt wird. Es ist bestimmt 98% billiger und dazu viel effektiver.
Zusätzlich brauchts einen Militärtransporter der zum Übergangsknast ausgebaut ist und ein paar Hubschrauber an Strategisch Sinnvollen plätzen.
Aber versucht nur weiterhin mit Hochseekrigsschiffen einen Land und Küstenkrieg zu führen....
Der französische Skipper hat mit seinem Leben für eine gnadenlose Dummheit gezahlt. Er ist mit seiner Familie mitten durch die Piratenzone gesegelt, weil er laut eigenem Blog davon ausging, man werde ihm nichts tun. Schliesslich verstünden er und seine Frau die Motive der armen Piraten.
Die Gutmenschen wie Herr Ströbele hängen immer noch der Theorie vom armen somalischen Fischer an, der zum Piraten wurde, weil böse westliche Fischer ihm die Fische klauen.
Die somalischen Fischer hatten nie die Mittel, um weit vor der Küste zu fischen. Es ist das Problem der Somalier, dass sie keinen Staat, und damit keine Küstenwache, zusammenbringen. Piraten sind gewöhnliche Kriminelle und sollten so behandelt werden. Zur Abwechslung haben die Amerikaner mal etwas richtig gemacht.