Der schwer verletzte Verantwortliche für das Massaker von Fort Hood ist zu Bewusstsein gekommen und spricht. Die Ermittler erhoffen sich Informationen über mögliche Verbindungen zum Terrornetz al-Qaida.

Der schwer verletzte Verantwortliche für das Massaker von Fort Hood, Major Nidal Malik Hasan, ist im Krankenhaus zu Bewusstsein gekommen und spricht. Das bestätigte der Kommandeur des US-Stützpunkts, Bob Cone. Ob er inzwischen Angaben zum Motiv seiner Bluttat machte, sagte der General aber nicht.

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Flaggen für die Getöteten auf dem texanischen Militärstützpunkt. (© Foto: AP)

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Der Psychiater hatte am vergangenen Freitag in dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt. 15 Soldaten befanden sich an diesem Montag noch im Krankenhaus, wie Cone mitteilte.

Obama verschiebt Asienreise

Am Dienstag sollen die Toten in einer Trauerfeier geehrt werden. Dazu reisen auch Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle nach Fort Hood.

Wegen der Trauerfeierlichkeiten hat Obama eigens seinen Abflug nach Asien verschoben. Er wird nun erst am Donnerstag nach Tokio aufbrechen, der ersten Station seiner neuntägigen Reise.

Das Tatmotiv ist bisher noch völlig unklar. Der Schütze stand aber ersten Berichten zufolge wegen einer drohenden Versetzung nach Afghanistan unter enormem psychischen Druck.

Hasan hat nach bisherigen Ermittlungen nicht im Auftrag einer Terrororganisation oder als "Selbstmordattentäter" gehandelt. Allerdings bestätigten der New York Times zufolge namentlich nicht genannte Ermittlungsbeamte, dass Hasan unter enormem psychischen Druck gestanden habe und sich dabei extremen religiösen Positionen angenähert habe.

Womöglich Verbindungen zu al-Qaida

Es werde auch geprüft, ob Hasan nicht doch Verbindungen zu der Terrororganisation al Qaida gehabt habe, berichtete die Washington Post unter Berufung auf Ermittlungsbehörden. Zumindest habe Hasan in seiner früheren Heimat Virginia eine Moschee in Falls Church besucht, in der auch zwei Attentäter vom 11. September 2001 verkehrten. Der Imam dieser Moschee war demnach der Prediger Anwar Aulaqi, der als radikaler Islamist gelte.

Der einflussreiche US-Senator Joe Lieberman hatte am Sonntag eine Kongressuntersuchung der Vorfälle gefordert. Sollten die bisherigen Berichte zutreffen, handele es sich um den "schlimmsten Terroranschlag" seit dem 11. September 2001. Der Täter trage die Züge eines Terroristen, der sich in den USA selbst radikalisiert habe, sagte der Vorsitzende des Senatsausschusses für Heimatschutz dem US-Fernsehsender Fox News.

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(dpa/ehr)