In dem auf der Webseite veröffentlichten Text bezeichnet er sich zudem als Anhänger des Sozialdarwinismus, jener Pseudowissenschaft mit der die Nazis ihren Rassenhass zu untermauern suchten.

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Auch die zahlreichen Videos, die Adolf Hitler und Szenen des Zweiten Weltkriegs zeigen, deuten auf eine Begeisterung für die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus hin, auch wenn sich Pekka-Eric A. in einer Video-Beschreibung vom Dritten Reich distanziert.

Seine politischen Ansichten bleiben widersprüchlich, konfus. Der selbsterklärte Außenseiter sieht sich, als Teil einer Bewegung, die für eine Revolution, einen finalen Tag der Abrechnung kämpft: "Wenn wir in einer anderen Welt leben wollen, müssen wir handeln. Wir müssen uns erheben gegen die versklavenden, korrupten und totalitären Regime und Tyrannen", schreibt er.

Er wettert nicht nur gegen Tyrannei und Totalitarismus, sondern auch gegen die Demokratie, die er durch "Gerechtigkeit" ersetzen will. In mehreren Videos zollt er den Verantwortlichen des Littleton-Massakers Tribut, bezeichnet sie als "weise Menschen" - ähnlich wie der Amokläufer von Emsdetten.

Pekka-Eric A. sieht sich offenbar in einer Reihe mit den beiden Amokläufern, die in der amerikanischen Columbine Highschool ein beispielloses Blutbad anrichteten. Wie sie will er die verhasste Gesellschaft bekämpfen. Neben einem Video, das ihn bei Schießübungen zeigt, finden sich auch Filme über bekannte Serienmörder in seiner Sammlung.

Seinen Amoklauf, den er im Text nicht ausdrücklich benennt, bezeichnet er als "Ein-Mann-Krieg gegen die Menschheit, die Regierung und die willensschwachen Massen der Welt".

Mit seinen Aktionen wolle er die "intelligenten Menschen" dazu inspirieren, sich gegen das gegenwärtige System zu erheben. Seinen eigenen Tod will er dafür in Kauf nehmen: "Ich bin bereit [...] für meine Sache zu sterben."

Der mutmaßliche Amokläufer scheint sich der öffentlichen Wirkung seiner Seite bewusst zu sein. Er rechnet mit einem großen Publikum - ähnlich wie der Amokläufer von Montreal, der auf seine Website zahlreiche Videos und Fotos von sich veröffentlichte.

Er will seine Tat nicht als die "verrückte Tat" eines verzweifelten Einzelnen betrachtet sehen, sondern sich als Teil einer revolutionären Bewegung stilisieren. Er will wohl so bewundert werden, wie er Eric und Dylan, die Columbine-Attentäter, bewunderte.

Genauso wie er sich der Wirkung seiner Tat und seiner Internetspuren bewusst zu sein scheint, antizipiert er auch die Anschuldigungen, die er von den vorherigen Amokläufen kennt - und nimmt seine Freunde und Verwandten in Schutz: "Gebt niemand anderem die Schuld für diese Aktionen, als mir. Ich habe niemandem von meinen Plänen erzählt".

Auch die Diskussionen um die negative Wirkung von Heavy Metal und "Killerspielen", die auch Michael Moores Film "Bowling for Columbine" thematisierte, kennt Pekka-Eric A., der harte Rockgruppen wie Children of Bodom und Slayer zu seinen Lieblingsbands zählt .

"Macht nicht die Musik, die ich höre oder die Computerspiele, die ich spiele, dafür verantwortlich. Das ist mein Krieg."

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(sueddeutsche.de/odg)