Airbus-Pannenserie Qantas kündigt Austausch von 40 Triebwerken an

Nach der weltweiten Pannenserie bei Airbus-Triebwerken zieht der Hersteller Rolls-Royce Konsequenzen - zunächst in Australien, bald wohl auch weltweit.

Nach der Pannenserie an den Triebwerken von Airbus-Flugzeugen der australischen Fluggesellschaft Qantas muss der Hersteller Roll- Royce bis zu 40 Triebwerke weltweit austauschen. Konzernchef Alan Joyce sagte, bei Qantas selbst seien 14 Antriebe betroffen.

Mit einer solchen Pannenserie rechnete niemand, als Rolls-Royce die Triebwerke der Trent-900-Serie 2006 auf einer Messe zur Schau stellte.

(Foto: AFP)

Joyce kündigte den Austausch nach Gesprächen mit Airbus und Rolls-Royce an. "Wir haben bereits drei ersetzt und es könnten mehr werden." Zur Qantas-Flotte gehören sechs der betroffenen A380-Maschinen - das sind insgesamt 24 Triebwerken. Ebenfalls mit Triebwerken aus der Trent-900-Serie fliegen Lufthansa mit drei und Singapore Airlines mit elf Maschinen.

Bei einem -Qantas Airbus war kurz nach dem Start in Singapur ausgelaufenes Öl im Triebwerk in Brand geraten. Das Triebwerk zerbrach in der Luft und Teile fielen zu Boden. Rolls-Royce hatte das fehlerhafte Bauteil identifiziert, das die Öllecks verursacht und den Austausch angekündigt. Von einem Austausch aller Triebwerke war allerdings bislang nicht die Rede.