Keine Chance für sexuelle Freizügigkeit: Die Internetanzeige eines Paares hat in Ägypten den Gesetzgeber auf den Plan gerufen.
Ägypten will dem Swinger-Sex Einhalt gebieten. Das Parlament werde in den nächsten Tagen ein Gesetz beschließen, das den Partnertausch zwischen Ehepaaren streng bestrafe, berichtete die in Kairo erscheinende "Egyptian Gazette" am Mittwoch.
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Anlass für den von der Sorge um die öffentliche Moral inspirierten Gesetzesakt soll eine Internetanzeige aus dem Oktober gewesen sein, mit der ein unternehmungslustiges Ehepaar andere tolerante Paare zu Swingerparties in seinem Haus einladen wollte.
Die ägyptischen Gesetze stellen derzeit nur Ehebruch im engeren Sinn unter Strafe. Dieser ist so definiert, dass dabei der eine Partner den anderen betrügt und der gehörnte Gatte den untreuen anzeigt.
Das neue Gesetz schließt die Lücke, in die das Fremdgehen im wechselseitigen Einverständnis fällt. Diskrete sexuelle Freizügigkeit wird in dem überwiegend islamischen Land so zum Offizialdelikt, d.h. von Amts wegen ohne weiteren Antrag verfolgt.
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(dpa/grc)
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