In den USA werden immer wieder kleine Kinder festgenommen, weil sie Besteck in die Schule mitbringen. Die Angst vor Massakern hat dort inzwischen bizarre Formen angenommen.
An Waffen zu kommen, ist in den USA kein Problem. Wer ein Gewehr haben will, der kann sich fast problemlos eins besorgen. In einem Punkt aber verstehen die US-Behörden keinen Spaß: Auf dem Schulhof haben Waffen nichts zu suchen. Um das deutlich zu machen, werden auch schon mal kleine Kinder festgenommen, weil sie ein Campingmesser mit in die Grundschule bringen, oder weil die Großmutter ihnen ein Küchenmesser einpackt, um den Geburtstagskuchen anzuschneiden.
Der sechsjährige Zachary sollte für 45 Tage in eine Besserungsanstalt - er hatte ein Campingbesteck mit in die Schule gebracht. (© Foto: AP)
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Die Angst vor Schulmassakern hat in den USA inzwischen bizarre Formen angenommen. Der Fall des sechsjährigen Zachary Christie, dem 45 Tage Besserungsanstalt drohten, weil er ein Campingbesteck mit in die Schule gebracht hatte, ist kein Einzelfall. Immer wieder werden Kinder festgenommen und vom Unterricht suspendiert, weil sie etwas mit in die Schule brachten, das die Behörden als "gefährlichen Gegenstand" einstufen. Nach Vorschrift muss jeder Waffenbesitz an einer Schule gemeldet werden - "unabhängig von der Intention des Besitzers."
So hatte Zachary sein Mittagessen an der Downes-Grundschule nur mit seinem eigenen, neuen Campingbesteck essen wollen. Er hatte es bekommen, weil er gerade ein stolzer Pfadfinder geworden war. Die Schulbehörde hatte dafür kein Verständnis und schloss den Grundschüler vom Unterricht aus. Erst auf großen Druck aus der Bevölkerung wurde die Suspendierung des Sechsjährigen rückgängig gemacht. Der Kleine, der in der Zwischenzeit zu Hause unterrichtet wurde, darf nun wieder zur Schule gehen.
"Das ist nicht fair"
Zachary selbst hatte in einem Interview mit dem Sender CBS gesagt, gefährliche Waffen gehörten nicht in eine Schule. "Ich glaube aber nicht, dass die Bestrafung so schlimm sein sollte", sagte der Sechsjährige. "Das ist nicht fair."
Nach den Massakern an der Columbine High School und der Virginia Tech Universität haben sich viele Schulbezirke in den USA eine "Null Toleranz"-Politik auf die Fahnen geschrieben. Waffen jeder Art sind auf dem Schulgelände verboten und ihre Besitzer werden bestraft - auch wenn sie die Waffe gar nicht als solche erkannt haben und auch, wenn es sich bei dem Besitzer um ein Kind handelt.
Diese Politik führt nicht nur in Zacharys Fall zu überaus merkwürdigen Auswüchsen. In dem gleichen Schulbezirk war bereits im vergangenen Jahr ein fünfjähriges Mädchen für ein Jahr der Schule verwiesen worden. Seine Großmutter hatte ihm einen Geburtstagskuchen in die Schule geschickt und ein Messer dazugelegt, um den Kuchen mit den Mitschülern teilen zu können.
Der Lehrer verständigte den Schulleiter - nicht, ohne den Kuchen vorher angeschnitten und verteilt zu haben. 2007 wurde eine Siebenjährige vom Unterricht ausgeschlossen, weil sie ein Messer benutzt hatte, um für ein Schulprojekt Fenster aus einem Papierhaus zu schneiden.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum ein Siebenjähriger wegen eines gemalten Bildes vom Unterricht ausgeschlossen wurde.
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...diese Amis! Anstatt einfachmal ihr Waffengesetz zu ändern, traumatisieren sie lieber ihre Kinder :-(( Man kann doch einem 6 Jährigen auch erstmal erklären, dass er nächtes mal vorher Bescheid sagen soll, wenn er ein Messer zum Kuchenanschneiden mitbringt, eh man ihn 45(!) Tage wegsperrt! Wie ist das eigentlich mit Baseballschlägern? Sind das Wafen oder Sportgeräte?
Gruß Balldieb
Wir leben hier in den USA. wir geben unseren Kindern jeden Tag ihr Essen samt Besteck mit in die Schule. Null problemo.
Wie so oft wird die Auslandsberichterstattung voellig verzerrt...
"Ein Verwandter der Schülerin sagte: 'Sie ist doch ein braves Mädchen, jetzt weint sie sich die Augen aus.'"
Ist diesen Irren denn nicht klar, dass man sich auf diese Art und Weise genau die emotionalen Krüppel heranzüchtet, die 10 Jahre später tatsächlich Amok laufen? Wir dumm muss man denn sein?
Ja, armes kleines Padfinderchen war doch schon so stolz auf sein Messerchen!
Die Eltern machen Anstalten zur Besserung. Das beste war die Oma, die gleich das Messer in die Schule schickt!
Als betroffene Mutter moechte ich hier dazu mal ein paar klaerende Saetze schreiben.
Der Christiana Schuldistrict um den es hier geht, ist der groesste district in Delaware. Und Delaware hat ungefaehr die Groesse von Oberbayern.
Die Mitglieder des Vorstandes eines solchen Schuldistricts werden demokratisch gewaehlt und das macht nun die Sache etwas schwierig, denn jeder kann sich fuer solche einen Posten aufstellen lassen. So sitzen dort im Vorstand nicht etwa nur fachkompetente Erzieher sondern meist politisch ambitionierte Laien! Und diese wollen in andere hoehere Aemter gewaehlt werden. Daher kommen solche absurde "Code of conducts" naemlich zustande, mit effekthascherischen Pragraphen die besoners gut bei "Law and order" Leuten ankommen, werden solche Schulgesetze verabschiedet. Null common sense ist darin zu finden, aber das ist den Leuten auch egal, Hauptsache sie koennen vermelden erfolgreich auf in solch einen Vorstand mitgearbeitet zu haben.
Noch verwerflicher ist die Art und Weise wie dieses Schulgesetz von den verantwortlichen Lehrern und principalen gahandhabt wird! "Ich habe nur meine Arbeit gaetan und die Vorschriften beachtet" war die Aussage der Rektorin zu dem Fall!
Genauso haben die Angeklagten in den Nuermbergerprozessen ihre Verbrechen als
ausgfuehrte vorgeschriebene Handlungen dargestellt!
Mit meiner Meinung bin ich hier in Newark nicht alleine, aber es benoetigt eine breite Masse um solche Auswuechse an Regelungen und Gesetzten anzufechten und zu Fall zu bringen!
Und bitte vergleicht nicht die bloedsinnigen Taten einer weniger profilierungsuechtiger
Lokalpolitiker mit dem ganzen Land und dessen Bewohnern! Denn der Amerikaner ist im allgemeinen ein bodenstaendiger hilsfbereiter Mensch, der hier oft nicht mal seine Haustuer geschweige den sein Auto absperrt, weil er an nichts boeses glaubt.
Ich bin eine 47 jahre alte Muenchnerin mit 3 Kindern , die beide Schulsysteme (deutsches u. amerikanische) sehr gut kennt, da meine Kinder beides geniessen bzw. genossen haben.
Un letztendlich finde ich haben beide systeme ihre Unzulaenglichkeiten!
Paging