Die neue Yacht des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch erfüllt selbst ausgefeilteste Sicherheitswünsche. Sie geht jetzt auf Probefahrt.
Gepanzerte Wände, ein Raketenabwehrsystem, ein Mini-U-Boot und ein Leibwächtertrupp ehemaliger Fremdenlegionäre - die Vorkehrungen, die der russische Milliardär Roman Abramowitsch zum Schutz seiner neuen, 170 Meter langen und 724 Millionen Pfund teuren Yacht "Eclipse" getroffen hat, übersteigen deutlich das gewöhnliche Maß an Sicherheitsbedürfnis.
Diese Yacht soll ein eigens entwickeltes Laser-System installiert haben, dass Digitalkameras blendet. (© Foto: dpa)
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Eine größere Bedrohung als Terroristen und Piraten freilich sind für eine Celebrity wie Abramowitsch Paparazzi. Sie lassen sich mit Raketen nicht vertreiben, und deshalb hat der Oligarch angeblich ein eigens entwickeltes Laser-System installiert, das Digitalkameras blendet. Wie die Sunday Times berichtete, reagiert ein Infrarot-Laser auf die elektronischen Lichtsensoren in den Kameras und feuert einen gebündelten Lichtstrahl ab.
"Großes weißes Schloss"
Die Yacht, die von Eingeweihten als "großes weißes Schloss auf dem Wasser" beschrieben wurde, wird zur Zeit von 150 Ingenieuren und Technikern der Hamburger Werft Blohm & Voss während einer zehntägigen Probefahrt getestet. Sie ist das vierte Schiff in der Flotte des in England lebenden Russen, und das größte Privatschiff aller Zeiten.
Die Kosten hatten sich mehr als verdoppelt, weil Abramowitsch bei zahlreichen Hamburg-Besuchen immer wieder neue und zusätzliche Wünsche vorgebracht hatte.
Zu den Extras gehören neben zwei Hubschrauberlandeplätzen und zwei Swimming Pools knapp zwei Meter breite Flachbildschirme in den 24 Gäste-Suiten und ein aufklappbares Dach über dem Schlafzimmer des Milliardärs. Abramowitsch und seine Freundin Daria Schukowa können im eigenen Bett und in den eigenen vier Wänden unter den Sternen schlafen.
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(SZ vom 21.09.2009/hgn)
'mal so 'nen 3 monatigen "Kurzurlaub" auf diesem Kahn zu verbringen. Ist schon schön, wenn man ausreichend Kleingeld hat!
Auch so eine Person, die nach dem Verfall der UdSSR auf wundersame Weise reich wurde. Bevor ihn der neue russische Rechtsstaat zur Rechenschaft ziehen konnte, hat er sich in den Westen abgesetzt. Aber ich hoffe, Putin kriegt ihn noch...
@dietel40: Ohne seine (ex) Frau hätte der Mann gar nichts erreicht.
Auch beim Kommunismus gibt es doch sehr gute Beispiele und nicht nur Böses. Ein Beispiel ist Abramowitsch. Er saß bei der Verteilung des Volkseigentums in der ersten Reihe beim Übergang zum Kapitalismus und hat dadurch etwas mehr abbekommen als die meisten. Das sagt uns - Auch im Osten lies und läßt es sich leben-. Im Osten geht ja schließlich auch die Sonne auf.