Vor zwei Jahren starb Anna Nicole Smith an einer Überdosis Medikamenten. Nun stehen ihr ehemaliger Lebensgefährte und zwei Ärzte vor Gericht.

Tod von Anna Nicole Smith: Exfreund weist Vorwürfe zurück, APBild vergrößern

Anna Nicole Smith mit ihrem Anwalt und Lebensgefährten Howard K. Stern im Oktober 2000: Stern hat nun vor Gericht jede Schuld an dem Tod des Models von sich gewiesen. Foto: AP

Drei Bekannte von Anna Nicole Smith haben jedwede Schuld an dem plötzlichen Tod des US-Models durch eine Medikamenten-Überdosis von sich gewiesen. Smiths früherer Anwalt und Freund, Howard K. Stern, sowie zwei Ärzte plädierten vor einem Gericht in Los Angeles auf "nicht schuldig", berichtete der Internetdienst Tmz.com.

Die Angeklagten müssen sich wegen Verschwörung und illegaler Medikamentenbeschaffung verantworten. Im März war gegen die drei Anklage erhoben worden. Den Ärzten wird unter anderem die Fälschung von Rezepten vorgeworfen: Laut dem kalifornischen Justizministerium gibt es "hinreichenden Verdacht", dass der Arzt und die Psychiaterin ihre Pflicht verletzten, indem sie Rezepte fälschten und Smith "unvertretbare Mengen und Kombinationen höchst abhängig machender Medikamente" verschrieben, darunter Schlafmittel und muskelentspannende Pillen. Stern soll die Medikamente abgeholt und seine Freundin damit versorgt haben.

Smith war am 8. Februar 2007 in einem Hotel im US-Staat Florida bewusstlos aufgefunden worden. In einem Krankenhaus konnten die Ärzte dann nur noch den Tod der 39-Jährigen feststellen.

Die Autopsie ergab, dass das Ex-Playmate an einem Cocktail aus Methadon, Antibiotika, Anti-Depressiva und anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten starb. In einem Zeitraum von wenigen Wochen könnte Smith rund 600 Pillen eingenommen haben, hieß es. Acht Monate später hatte die Polizei mehrere kalifornische Arztpraxen durchsucht.

Smith hatte sich 1992 für den Playboy ausgezogen und war im Jahr darauf zum "Playmate des Jahres" gewählt worden. Mit 26 Jahren heiratete sie den milliardenschweren Ölunternehmer Howard Marshall, der 89 Jahre alt war und im Rollstuhl saß. Als er 14 Monate später starb, begann ein bis heute währender Rechtsstreit um sein Erbe.

Wenn Smiths Anwälte ihn gewinnen, würde ihre Tochter Dannielynn Smiths Anteil aus dem 500-Millionen-Dollar Nachlass erben. Die heute zweieinhalb Jahre alte Tochter wurde knapp ein halbes Jahr vor dem Tod ihrer Mutter geboren.

(dpa/AFP/hai/gba)