Ein Niederländer hat den Chip seines elektronischen Passports umprogrammiert: auf den Namen Elvis Presley, Bürger eines fiktiven Staates - und kam damit durch.

Elvis Presley lebt. Dies glaubt zumindest das elektronische Passprüfsystem auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol. Der niederländische Sicherheitsexperte Jeroen van Beek programmierte einen Chip für einen sogenannten ePassport auf den Namen des 1977 verstorbenen Stars - samt Elvis-Porträtfoto mit Schmalzlocke - und wurde damit problemlos vom Computer der neuen Selbstbedienungs-Passkontrolle des Flughafens Schiphol akzeptiert.

Chip-Experte Van Beek hatte für die Aktion, mit der er Lücken im Sicherheitsnetz nachweisen wollte, eine herkömmliche Smartcard benutzt, wie sie unter anderem für Kredit- und Kontokarten benutzt werden. Auf einem Video, das er ins Internet stellte, ist zu sehen, wie an der Passkontrolle die Personalien angezeigt und akzeptiert werden. Dass der Passinhaber nicht der Mann auf dem Foto war, störte das System ebenso wenig wie der Umstand, dass das Reisedokument auf einen fiktiven Staat ausgestellt war. Van Beek hat nun eine Liste mit Ratschlägen zusammengestellt, wie sich das System so aufrüsten lässt, dass sie fiktive Namen und Staaten als gefälscht erkennen und entsprechend Alarm schlagen.

Quelle: dpa / bgr

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Leserkommentare (14)



06.10.2008 14:19:05

szl3636:

Wenn Maschinen die Kontrolle übernehmen, hilft das in erster Linie kriminellen Gesellschaften, die an ihrer Programmierung mitwirken können. "Selbstbedienung". Und die Welt schaut zu, es geht sie ja nichts an.


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