Die drei homosexuellen Pinguin-Pärchen im Bremerhavener Zoo wollen bleiben wie sie sind. Auch aus Schweden importierte Pinguin-Weibchen konnten sie bisher nicht dazu animieren, Nachwuchs zu zeugen.
Pinguine im Berliner Zoo Foto: ddp
Der Versuch, homosexuelle Humboldt-Pinguine im Bremerhavener Zoo für das weibliche Geschlecht zu erwärmen, stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung.
Nach einem Bericht der Nordsee-Zeitung hat eine österreichische Schwuleninitiative bei dem Zoo gegen die Bekehrungsversuche protestiert.
Die Sorge ist aber offenkundig überflüssig: Bislang zeigen die Pinguin-Männchen keine Neigung für die eigens aus Schweden importierten Weibchen.
„Die Beziehungen waren wohl schon zu fest“, sagte Zoodirektorin Heike Kück der Zeitung. Wie ein Tierpfleger bestätigte, brüten die männlichen Paare in ihren Höhlen bereits wieder auf Steinen, die ihnen als Ersatz für die ausbleibenden Eier dienen.
Der Zoo wolle nun das Frühjahr 2006 abwarten, um doch noch Erfolge bei den Paarungsversuchen zu erzielen.
Der Zoo hält 14 Exemplare der vom Aussterben bedrohten und für homosexuelle Neigungen bekannten Humboldt-Pinguine: zehn Männchen und vier Weibchen. In der ungleichen Gruppe hatten sich drei männliche Pärchen gefunden.
Durch Kontakt mit den vier Ende Januar aus Schweden importierten Artgenossinnen sollten sie auf andere, für den Fortbestand der Rasse fruchtbarere Gedanken gebracht werden.
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