14 Stunden ohne Pause für 69 Cent am Tag: Eine Arbeiterin in Bangladesch hat für die Handelskette Metro so lange gearbeitet, bis sie tot zusammenbrach.
Bild vergrößern
In der Kritik: Der deutsche Handelskonzern Metro. Foto: AP
In einer Textilfabrik in Bangladesch, die für den deutschen Handelskonzern Metro produziert, hat sich eine junge Frau laut einer Hilfsorganisation unter dem Druck ihrer Chefs zu Tode geschuftet. Die 18-jährige Fatema Akter sei im Dezember während ihrer Schicht tot zusammengebrochen, berichtete die US-Organisation National Labor Committee (NLC).
Demnach musste das Mädchen an sieben Tage in der Woche 13 bis 15 Stunden in der Textilfabrik in der Hafenstadt Chittagong arbeiten und pro Stunde bis zu hundert Jeanshosen reinigen. Bei einem regulären Arbeitstag verdienen die Arbeiterinnen nach Recherchen des (NLC) häufig lediglich 69 Cent. Dies reicht nicht, um die Grundbedürfnisse einer Familie zu decken.
Der 18-Jährigen wurde NLC-Bericht zufolge trotz Erschöpfung und Schmerzen in Brust und Armen ein freier Tag zur Erholung verweigert. Stattdessen habe der Vorgesetzte das Mädchen hart ins Gesicht geschlagen und ihr befohlen, ihre Arbeit fortzusetzen. Demnach waren für die Arbeiter in der Fabrik 14-Stunden-Schichten ohne Pause, erzwungene Überstunden und Schläge an der Tagesordnung.
Rund 80 Prozent der in der Fabrik hergestellten Textilien wurden laut NLC für den deutschen Handelsriesen Metro produziert. Der Konzern bedauerte den Todesfall der 18-Jährigen in einer Erklärung "zutiefst" und kündigte den Vertrag mit dem für die Fabrik verantwortlichen Hersteller in Bangladesch mit sofortiger Wirkung.
Menschenrechtsgruppen hatten in der Vergangenheit wiederholt die Arbeitsbedingungen in Bangladesch kritisiert. In Tausenden Textilfabriken in dem südasiatischen Land werden zu Billiglöhnen Waren für den Weltmarkt hergestellt.
(AFP/hai/vw)




Die Bosse der Bosse
Freudsche Finger
Bunt als Lebensgefühl
Koks im Tiefkühl-Hai
Obdachlos im Golden State
Die meistgesuchten Personen Deutschlands