Nach einem weitgehend friedlichen Wochenende ist es in der Nacht zum Dienstag in Berlin doch noch zu Gewaltausbrüchen gekommen.

Randale in Berlin

Es war schon mal schlimmer: Die Proteste in Berlin hielten sich in diesem Jahr in Grenzen. (Foto: Reuters)

Die traditionell als gewalttätig bekannte „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ in Berlin ist trotz zahlreicher Festnahmen vergleichsweise friedlich verlaufen.

Die Berliner Polizei zog in einer Erklärung am frühen Dienstagmorgen eine insgesamt positive Bilanz, derzufolge die Gewalttätigkeiten in diesem Jahr erneut zurückgingen.

Die Demonstrationen seien „weitgehend störungsfrei“ verlaufen.

Nach einem friedlichen Wochenende war es am Montagabend in Berlin-Kreuzberg allerdings doch noch vereinzelt zu Gewaltausbrüchen gekommen. Nach Einbruch der Dunkelheit warfen Randalierer am Heinrichplatz Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper gegen Polizisten.

In der Oranienstraße zündeten sie Müllcontainer und Pappkartons an. Laut Polizei wurden rund 50 Störer festgenommen. Etwa 40 Beamte wurden verletzt. Gegen Mitternacht hatte sich die Lage beruhigt.

Ein Auto der gehobenen Mittelklasse ist am frühen Dienstagmorgen in der Görlitzer Straße in Berlin-Kreuzberg von Unbekannten angezündet worden. Das Fahrzeug brannte vollständig aus, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand.

Mehr als 11.000 Menschen besuchten nach Polizeiangaben die Festmeile des „Myfestes“, die vom Bezirksamt Kreuzberg und verschiedenen Interessengruppen initiiert wurde. Die Demonstrationen seien weitgehend störungsfrei verlaufen.

Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Durch das „Konzept der ausgestreckten Hand“ hätten Polizei und Initiatoren des Maifestes dafür gesorgt, dass in Kreuzberg bis in die Nacht hinein friedlich gefeiert werden konnte. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 5500 Beamten in der Hauptstadt im Einsatz gewesen.

(AFP/dpa/sueddeutsche.de)

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