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Am Rande eines Flugplatzfestes kommt es zu einem tragischen Unfall: Ein Hubschrauber und eine Cessna stoßen in der Luft zusammen - vier Insassen sterben.

Ellwangen Baden-Württemberg APGrossbild

Das Flugzeug bohrte sich mit dem Bug in die Erde. Der Pilot wurde bei der Bruchlandung schwer verletzt. (Foto: AP)

Schock in Ellwangen-Erpfental im Ostalbkreis: Etwa 1000 Besucher wollten sich beim Flugplatzfest über den Flugsport informieren. Während viele im ausgeräumten Hangar auf Bänken bei Kaffee und Kuchen saßen, passierte gegen 15.20 Uhr das schreckliche Unglück. Nur 500 Meter entfernt kollidierten ein Hubschrauber und ein Kleinflugzeug vom Typ Cessna 172 in der Luft. Alle vier Männer im Helikopter starben.

Beide Maschinen befanden sich offenbar im Landeanflug und kollidierten in niedriger Höhe. Der Hubschrauber vom Typ R44 war senkrecht auf ein abgeerntetes Getreidefeld gestürzt und in Brand geraten. Der 57-jährige Pilot der Cessna schaffte es noch, die manövrierunfähige Maschine im Gleitflug aufs Flugfeld zu bringen.

Bei der Bruchlandung am Beginn der rund 800 Meter langen Graspiste wurde er schwer verletzt. Das Flugzeug bohrte sich mit dem Bug in die Erde.

"Der Hubschrauber führte Rundflüge für Festgäste durch, die Cessna hatte ein oder zwei Fallschirmspringer abgesetzt und befand sich auf dem Rückflug zum Flugplatz", sagte ein Polizeisprecher.

Das Fest wurde nach Polizeiangaben sofort abgebrochen. "Die Gäste waren aber nicht gefährdet", betonte der Polizeisprecher. Eine Flug-Show habe es während des Festes nicht gegeben.

Mitglieder der Fliegergruppe Ellwangen e.V., die das Fest organisiert hatte, waren sofort zur Absturzstelle gerannt. Helfen konnten sie nicht mehr. Der Helikopter auf dem Stoppelfeld brannte lichterloh. Über die Identität der Toten war zunächst nichts näheres bekannt.

Die Kollision hatte sich nach ersten Ermittlungen in relativ niedriger Höhe ereignet. Der Hubschrauber aus Weiden in der Oberpfalz und die Cessna aus Nördlingen (beides in Bayern) befanden sich auf dem Rückflug, wie der Polizeisprecher weiter berichtete.

Ein Augenzeuge schlug als erster Alarm. Er hatte beobachtet, wie sich Helikopter und Cessna gefährlich nahe gekommen waren, und dann einen Explosionsknall gehört.

Die Unglücksursache ist noch völlig unklar. Am Abend wurden Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) aus Braunschweig an der Unglücksstelle erwartet.

Der Flugplatz befindet sich knapp einen Kilometer nördlich der Ortschaft Erpfental. Es handelt sich um einen Sonderlandeplatz, der über eine etwa 800 Meter lange Grasbahn verfügt.

Auf ihm dürfen jegliche Art von Segelflugzeugen, Motorseglern, Ultraleicht- und Motorflugzeugen bis zu einem maximalen Abfluggewicht von 2000 Kilogramm starten und landen.

Erst am Samstag war es in Hamburg zu einem Unfall mit einem Wasserflugzeug gekommen. Die Maschine stürzte dort offenbar beim Landeanflug ins Hafenbecken. Ein Ehepaar, das den Rundflug mit dem Flugzeug gebucht hatte, kam ums Leben. Die Unglücksursache war auch am Sonntag noch nicht geklärt.

(sueddeutsche.de/dpa/AP/dmo)

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Leserkommentare (2)



24.08.2009 10:36:06

Schnolfi:

Kein Tower ? Landung nach Sicht ?


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