Gleich drei blutige Messerstechereien haben in der Nacht die Polizei in Hannover in Atem gehalten: Drei Menschen wurden schwer verletzt, noch sind nicht alle Täter gefasst.

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Die Fahndung nach den Männern, die eine Frau überfallen haben, ist bisher erfolglos geblieben. Foto: dpa

Gleich drei blutige Messerstechereien mit drei Schwerverletzten haben die Polizei in Hannover in der Nacht auf Trab gehalten.

Ein Familienstreit in der Nordstadt endete am späten Donnerstagabend für einen Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen. Der Hannoveraner war auf offener Straße während eines Streits von seinem Schwager mit mehreren Stichen in Hals, Schulter und Gesicht zunächst lebensgefährlich verletzt worden. Er konnte bei einer Notoperation aber weitgehend stabilisiert werden, sagte ein Sprecher der Polizei.

Beim Schlichten verletzt

Bei dem Versuch, den Streit zu schlichten, wurde laut Polizei zudem eine Frau am Arm verletzt. Der Schwerverletzte ist nach ersten Erkenntnissen der Bruder der Frau, der Täter ist offenbar der getrennt lebende Ehemann der verletzten Frau.

Nach der Messerstecherei, die sich direkt vor einer Polizeiwache ereignete, sei der Täter zunächst geflüchtet. Er habe sich aber kurz darauf selbst gestellt. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Frau mit ihrem Mann gestritten hatte. Als der Bruder ihr helfen wollte, habe der Mann das Messer gezogen und auf seine Opfer eingestochen.

Ebenfalls mit einer blutigen Stichverletzung endete laut Polizei ein Beziehungsstreit im wenige Kilometer entfernten Barsinghausen. Dort hatte eine 21-jährige Frau am Donnerstagabend ihren 26-jährigen Freund mit einem Messer schwer verletzt. Das Paar hatte sich in einem Schnellrestaurant gestritten, als die junge Frau dem Opfer plötzlich mit einem Messer in den Bauch stach, sagte der Polizeisprecher. Die weiteren Hintergründe zur Tat seien aber noch unklar. Der 26-Jährige musste ebenfalls schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden.

Dritter Schauplatz einer Messerstecherei war am Donnerstagabend die Hannoveraner Innenstadt. Hier verletzten zwei zunächst unbekannte Männer eine 44-Jährige auf offener Straße mit einem Messer schwer.

Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die Räuber die Frau angegriffen, um ihren Geldbeutel zu rauben, sagte der Polizeisprecher. Warum einer der beiden Täter dabei auch ein Messer zog und es der Frau in den Bauch rammte, war zunächst unklar. Die Frau kam zur Notoperation in ein Krankenhaus. Die Fahndung nach den Tätern blieb zunächst erfolglos.

(dpa/ehr/kat)