Die stellvertretende Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, hat klar gemacht, dass sie eine derartige Ehrung für Cruise mit allen Mitteln verhindern würde.

Tom Cruise Scientology AP

Tom Cruise bei einem Besuch einer Kirche von Scientology in Madrid. (Foto: AP)

Der gerade 43 Jahre alt gewordene US-Schauspieler nutze seine Berühmtheit als „Waffe“, um in Frankreich öffentlich für Scientology zu werben, sagte die Sozialistin in einer Debatte über Hilfe für Sektenopfer.

„Wir werden gegenüber solchen Botschaftern Vorsicht walten lassen, seien sie berühmt oder weniger berühmt“, sagte Hidalgo und betonte, sie sei sich darüber mit Bürgermeister Bertrand Delanoë einig.

Cruise, der gerade mit dem Science-Fiction-Spektakel „Krieg der Welten“ im Kino zu sehen ist, war bei einem Paris-Besuch Mitte Juni offenbar dem Charme der Stadt verfallen.

Auf dem Eiffelturm machte er seiner 26-jährigen Freundin Katie Holmes einen Heiratsantrag. In Marseille, Frankreichs zweitgrößter Metropole, hatte ihm der dortige Bürgermeister Jean-Claude Gaudin, der Vizechef der bürgerlichen Regierungspartei UMP, die Ehrenmedaille der Stadt verliehen.

Auch Frankreichs konservativer Innenminister, Nicolas Sarkozy, der innerhalb der Pariser Regierung auch für die Beziehungen zu den Religionen zuständig ist, hatte Cruise zuvor offiziell empfangen. Scientology gilt in Frankreich als Sekte.

(AFP)

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