Ein angeblicher V-Mann muss wegen Drogen- und Waffenhandels ins Gefängnis. Die Wohnung des 27-Jährigen glich einem Waffenarsenal.

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Das Landgericht Bielefeld verurteilte den angeblichen V-Mann des NRW-Verfassungsschutzes am Montag zu drei Jahren und neun Monaten Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre gefordert, die Verteidigung sah eine Gefängnisstrafe von drei Jahren für angemessen an. Der 27-Jährige aus Lünen hatte die Vorwürfe eingeräumt.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Bielefelder Polizei war der Mann, der der Neonazi-Szene angehört, im August 2007 festgenommen worden. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung hatte die Polizei ein komplettes Waffenarsenal mit zum Teil scharfen Waffen gefunden.

Die Strafkammer sprach den mehrfach vorbestraften Mann schuldig, mit insgesamt 550 Gramm Kokain gehandelt zu haben. Er fürchtet in der Haftanstalt angeblich um sein Leben. Der früher der rechtsradikalen Szene angehörende Mann soll seine damaligen Gesinnungsgenossen im Auftrag des NRW-Verfassungsschutzes ausspioniert haben und hat nun Angst vor Rache.

Im Sommer des vergangenen Jahres hatten Bielefelder Rauschgiftfahnder ein Telefonat abgehört, in dem der Mann aus Lünen offenbar von einem Verfassungsschützer vor den Ermittlungen der Kriminalpolizei gewarnt wurde. Derzeit läuft deshalb ein gesondertes Verfahren der Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen Strafvereitelung im Amt. Das NRW-Innenministerium hat sich jedoch bisher geweigert, den Namen eines Führungsbeamten preiszugeben.

(dpa/mmk)

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