Erneut haben sich in Österreich und Deutschland Busunglücke ereignet. Ein Mensch kam ums Leben, zahlreiche Insassen wurden zum Teil schwer verletzt.
Bei einem schweren Busunglück bei Reutte in Tirol ist ein Mensch ums Leben gekommen. Fünf weitere wurden schwer verletzt. Der Reisebus ist von der Straße abgekommen und rund 50 Meter in die Tiefe gestürzt.
Der Bus überschlug sich offenbar mehrmals. Die Rettungskräfte lösten Großalarm aus. Nach Angaben des Roten Kreuzes sollen mindestens sechs Personen schwer verletzt worden sein.
Es waren Rettungshubschrauber aus Nordtirol und Süddeutschland im Einsatz. "Die Schwerverletzten wurden mit Hubschraubern in Kliniken nach Innsbruck und Murnau geflogen“, sagte ein Polizeisprecher. Es habe zudem 30 bis 40 mittelschwer und leicht Verletzte gegeben.
Der Polizei zufolge ist dem Unglück eine Kollision mit einem ebenfalls deutschen Lkw vorausgegangen.
Die Kollision ereignete sich kurz nach 14 Uhr auf der B179 bei Katzenberg. Die kurvenreiche Strecke führt in Richtung Fernpass, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung. Der Bus kam auf einer Wiese zum Liegen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.
Die Verunglückten stammen nach Angaben der Polizeidirektion Rastatt offenbar aus dem Landkreis Rastatt oder aus dem Raum um Baden-Baden. Nähere Angaben konnte der Polizeisprecher zunächst nicht machen.
Ein weiterer Unfall mit einem Reisebus hat sich in Schleswig-Holstein ereignet. Elf Insassen sind verletzt wurden Der Bus war am Morgen bei Wöhrden in einer Kurve geradeaus gefahren und zehn Meter weiter auf einer Wiese zum Stehen gekommen, wie die Polizei in Itzehoe berichtete.
Neun der Verletzten konnten demnach bereits am Nachmittag das Krankenhaus wieder verlassen, eine 82-Jährige aus Landshut und eine 62-Jährige aus Nürnberg blieben zunächst zur Beobachtung dort.
In dem Bus befanden sich laut Polizei eine 41-köpfige Reisegruppe aus Bayern sowie der 63-jährige Fahrer. Sie hatten nach einem Aufenthalt im etwa zehn bis 15 Kilometer entfernten Büsum gerade erst ihre Heimreise nach Nürnberg angetreten.
Die unverletzten Fahrgäste konnten die Fahrt wenig später in einem Ersatzbus
fortsetzen. Die Unfallursache war nach Polizeiangaben zunächst unklar. Ob möglicherweise ein technischer Defekt vorlag, sollte ein Sachverständiger untersuchen.
Erst am Montag hatte sich auf der A 14 das schwerste Busunglück seit 15 Jahren ereignet. 13 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben.
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