Rechtsradikale haben an einem See in Mecklenburg Badegäste belästigt und mit einer Maschinenpistole wild um sich geschossen. Sie brüllten ausländerfeindliche Parolen und zeigten den Hitlergruß.

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Rechtsextremisten haben an einem Strand am Krakower See in Mecklenburg-Vorpommern ausländerfeindliche Parolen gebrüllt, den Hitlergruß gezeigt, Badegäste belästigt und mit einer Maschinenpistole mehr als ein Dutzend Mal in die Luft geschossen.

Sieben Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 29 Jahren wurden festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die zum Teil betrunkenen Randalierer waren demnach am späten Sonntagnachmittag mit einem Kleintransporter an der Badestelle in der Nähe der Ortschaft Serrahn südlich von Güstrow aufgetaucht.

Ihre Aggressivität habe sich besonders gegen Familien von Spätaussiedlern gerichtet, die dort gebadet hätten. Einigen Männern, die sich zum Zeitpunkt der Schüsse noch im Wasser aufhielten, gelang es laut Polizei, die Neonazis am Strand zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Unter den sieben Festgenommenen befindet sich auch eine Frau. Die Waffe,
einige Patronen sowie Hülsen wurden sichergestellt. Gegen die Tatverdächtigen aus Güstrow und Krakow wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet. In Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazis Urlaubsgäste belästigt oder angegriffen.

(AP)

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Leserkommentare (164)



20.07.2007 10:32:22

pela1961:

Das Problem jeder Berichterstattung gerade bei solchen Vorfällen wie diesem hier ist sicherlich auch die Frage der Aktualität.

Auf der einen Seite ist es der Nachteil der "schnellen Presse", dass sie zunächst einmal nur den ersten Eindruck vermitteln kann. Da ist noch nichts hinterfragt und demzufolge ist es auch noch nicht möglich, die Umstände, die zu der Tat geführt haben, zu veröffentlichen. Ein Abwarten, bis alle Fakten vorliegen hätte aber den Nachteil, dass wir über solche Vorkomnisse erst mit erheblicher Verspätung erfahren würden.

Dass der erste Eindruck bleibt und die nachfolgenden Erkenntnisse nicht in der gleichen Form auch der Öffentlichkeit vermittelt werden, sieht man auch schon wunderbar daran, wie schnell dieser Artikel für Leute, die nicht in der laufenden Diskussion bereits sind, praktisch unauffindbar geworden ist.


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