Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren ist in Florida wieder ein Verurteilter mit einer Giftspritze getötet worden.
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Die Familie des elfjährigen Junny Rios-Martinez versammelt sich vor der Hinrichtung zum Gebet. Foto: AP
Im US-Bundesstaat Florida ist am Dienstagabend (Ortszeit) ein verurteilter Kindesmörder hingerichtet worden. Der Häftling Mark Dean Schwab war 1992 schuldig befunden worden, ein Jahr zuvor einen elfjährigen Jungen entführt, vergewaltigt und getötet zu haben.
Wie der örtliche Fernsehsender WESH auf seiner Internetseite berichtete, wurde der 39-Jährige im Staatsgefängnis von Florida mit einer Giftinjektion getötet. Die Eltern, die Schwester und andere Angehörige des Mordopfers Junny Rios-Martinez wohnten der Hinrichtung bei. Der Oberste Gerichtshof hatte einen letzten Antrag auf Aufschub der Hinrichtung kurz zuvor abgelehnt.
Es war die erste Hinrichtung mit der Giftspritze in Florida seit Aufhebung eines US-weiten Moratoriums im April. Im Dezember 2006 hatte Floridas Gouverneur Jeb Bush den Vollzug der Todesstrafe vorläufig ausgesetzt, nachdem ein Häftling bei der Hinrichtung mit der Giftspritze erst nach einem über 30-minütigen qualvollen Todeskampf gestorben war.
In der Folge wurden in den gesamten USA die Hinrichtungen vorläufig gestoppt. Im April dieses Jahres kam dann das Oberste Gericht der USA zu dem Schluss, dass die Hinrichtungen per Giftinjektion zulässig sind.
(dpa/vs)





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