Schwarzenegger holt Truppen zu Hilfe

    Waldbrände in Kalifornien

    23.10.2007, 08:41

    Das Flammeninferno in Südkalifornien geht weiter: Bereits eine Viertelmillion Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Jetzt ruft der Gouverneur die Nationalgarde in die Katastrophengebiete.

    Waldbrände; Feuer; Kalifornien

    Die Flammen in Südkalifornien schlagen weiter um sich. Bereits mehr als 600 Häuser wurden zerstört. (Foto: dpa)

    Die verheerenden Brände in Südkalifornien haben bereits hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. Allein im Landkreis San Diego mussten laut Behördenangaben 250.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

    In dem Gebiet an der Grenze zu Mexiko wurden bis Montagabend mehr als hundert Häuser zerstört, im gesamten Bundesstaat fielen 40.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. "Das ist ein tragischer Moment für Kalifornien", sagte Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Er beorderte zur Unterstützung der völlig ermüdeten Feuerwehrleute 1500 Soldaten in die Brandgebiete. Das Verteidigungsministerium schickte Brandbekämpfungs-Flugzeuge, Präsident George W. Bush sagte Hilfe zu.

    Die 1500 Angehörigen der Nationalgarde sollten den Kampf gegen die Flammen unterstützen, erklärte Schwarzenegger. Dafür würden auch Soldaten von der Grenze zu Mexiko abgezogen. Außerdem schickte das Pentagon nach Angaben des Gouverneurs auf Aufforderung zusätzliche Ausrüstung für die Brandbekämpfung. Dazu zählten spezielle Tankbehälter, die an Hercules-Maschinen angebracht werden und 12.000 Liter Löschwasser fassen können.

    "Die Winde sind unberechenbar"

    Die frische Hilfe ist dringend notwendig, weil die Feuerwehr des Bundesstaates am Ende ihrer Möglichkeiten und ihrer Kräfte ist: Mehr als 2000 Feuerwehrleute sind seit Sonntag an 13 verschiedenen Groß-Brandherden im Einsatz, sie werden von 30 Hubschraubern und Flugzeugen unterstützt. Allerdings erzielten sie nicht viele Erfolge: "Die Winde drehen andauernd und sind unberechenbar", sagte ein Sprecher des Landkreises Los Angeles. "Wir können nicht sagen, wo die Flammen hinwandern und wann." Die Einsatzkräfte seien ausgelaugt.

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    Es wird erwartet, dass kräftige heiße Wüstenwinde die Flammen in den kommenden Tagen weiter anfachen. Die Tagestemperaturen in der Region liegen weiter über 30 Grad, im Sommer hat es kaum geregnet. Ein Sprecher der Feuerwehr von San Diego verglich die Lage mit den schlimmen Bränden 2003, als in Kalifornien 22 Menschen getötet und 3000 Häuser zerstört wurden. "Wir glauben sogar, dass es schlimmer ist als 2003", sagte Maurice Luque.

    In seinem Bereich wütete am Montag das schlimmste Feuer weiter. Es hatte am Sonntag bereits einen Menschen in den Tod gerissen. Insgesamt mussten fast 195.000 Haushalte evakuiert werden. Auch Gefängnisse und Krankenhäuser
    wurden geräumt.

    Die Brände haben bereits mehr als 600 Häuser zerstört. Dies geht aus den Angaben der örtlichen Behörden und Medienberichten hervor. Allein 300 Häuser seien bis Montagabend (Ortszeit) in der Stadt Rancho Bernardo im Norden von San Diego den Flammen zum Opfer gefallen, teilte die Feuerwehr vor Ort mit. Rund 40 Kilometer weiter nördlich wurden in Fallbrook nach Angaben der
    Einsatzkräfte etwa hundert Häuser zerstört.

    (AFP/cag/bavo)

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    Leserkommentare (2)



    23.10.2007 16:16:04

    aufdiewelt23: eat the rich...was geht? bald nix mehr

    langsam werden die amis lästig. wär interessant, wie das duschverhalten der dort ansässigen war. ich schätze, superhoch trotz wassermangel. da hätte ich doch eher dafür gesorgt, dass das unterholz ums haus nicht trocken wird und dafür gestunken.

    wenn mich nicht alles täuscht ist der gemeine ami nicht mehr optimistisch...


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