Der finnische Amokläufer, der acht Menschen und sich selbst getötet hat, hatte via Internet Kontakte in die USA. Mit einem Gleichgesinnten tauschte er sich über sein Vorhaben aus.

Amokläufer; Finnland; Reuters

Pekka-Eric Auvinen hatte sich übers Internet mit einem gleichgesinnten Amerikaner ausgetauscht. Foto: Reuters

Der 18-jährige Amokläufer, der vergangenen Mittwoch am Jokela-Schulzentrum in Tuusula acht Menschen und anschließend sich selbst tötete, hat vor der Bluttat Online-Kontakte zu einem US-Schüler mit ähnlichen Plänen unterhalten.

Dies teilten die Anwälte des 14-jährigen Amerikaners aus Philadelphia mit. Zuvor hatte die finnische Polizei bekanntgegeben, auf dem beschlagnahmten Computer des 18-Jährigen sei Material sichergestellt worden, das auf solche Kontakte hinweise.

Der amerikanische Jugendliche hatte im Oktober gestanden, einen Amoklauf an seiner Oberschule in einem Vorort von Philadelphia geplant zu haben. Nachdem ihm jetzt die Online-Daten des Finnen mitgeteilt worden waren, räumte er nach Angaben seiner Anwälte ein, dass es zwischen den beiden einen regen Chat über das Massaker an der Columbine High School von 1999 gegeben habe. Dabei seien auch einschlägige Videospiele ausgetauscht worden.

Das Jokela-Schulzentrum hat inzwischen den Unterricht wieder aufgenommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sollten umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen die 450 Schüler vor allem vor einem erwarteten Medienansturm schützen.

Finnlands Regierung hat eine Verschärfung der Waffengesetze angekündigt. Der jugendliche Amokläufer hatte problemlos einen Waffenschein für seine Pistole erhalten und war zum Unterricht mit mehr als 500 Schuss Munition erschienen.

(AP/dpa/cag/ckn)