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Die Polizistin Kimberly Denise Munley soll den mutmaßlichen Todesschützen von Fort Hood mit vier Schüssen aus ihrer Dienstwaffe gestoppt haben - obwohl sie selbst verletzt war.

Kimberly Denise Munley, AP

Die Polizistin Kimberly Denise Munley wird in den USA als Heldin des Massakers von Fort Hood gefeiert. (Foto: AP)

Nach amerikanischen Medienberichten ist das Ende des Amoklaufs von Fort Hood einer jungen Polizistin zu verdanken. Obwohl selbst bereits mehrfach getroffen, soll es der 34-jährigen Kimberly Denise Munley gelungen sein, den Amok-Schützen mit Schüssen aus ihrer Dienstwaffe niederzustrecken.

Auf dem texanischen Militärstützpunkt hatte am Donnerstag ein muslimischer Militär-Psychiater 13 Menschen erschossen und 30 weitere verletzt.

"Sie wusste, was zu tun war"

Nach Berichten der New York Times war Munley kurz nach dem Notruf am Ort des Geschehens eingetroffen. Nachdem sie dort auf den Todesschützen, Major Nidal Malik Hasan, traf, der mit der Waffe in der Hand einem verwundeten Soldaten hinterherjagte, soll sie selbst ihre Waffe gezogen und auf Hasan gefeuert haben. Dieser habe sich daraufhin sofort zu ihr umgedreht und seinerseits das Feuer eröffnet. Bei dem Schusswechsel erlitten beide mehrfache Schussverletzungen.

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Obwohl bislang unklar ist, ob die junge Polizistin allein verantwortlich ist für das Ende des Amoklaufs, wird sie in den USA für ihren Mut und Einsatz gefeiert. Chuck Medley, der Leiter des Notfalldienstes auf dem Stützpunkt, sagte: "Sie ist eine wahre Heldin. Sie hatte die Ausbildung, sie wusste, was zu tun war, und sie hatte den Mut, es zu tun. Indem sie das tat, rettete sie das Leben Unzähliger."

Das Schlimmste und das Beste im Menschen

Mit einer Schweigeminute auf allen US-Militärstützpunkten weltweit haben am Freitag Hunderttausende Soldaten den Opfern des Amoklaufs in Fort Hood gedacht.

US-Präsident Barack Obama hat in seiner wöchentlichen Videoansprache die Helfer von Fort Hood gewürdigt. Amerika habe in dort das Schlimmste und zugleich Beste gesehen, zu dem Menschen fähig seien. Soldaten und Zivilisten hätten ihre Hemden in Stücke gerissen, um Wunden zu verbinden und den Verletzten zu helfen, sagte der Präsident.

Nach japanischen Medienberichten will Obama seinen für nächste Woche geplanten Tokio-Besuch um einen Tag verschieben, um an der Gedenkfeier für die Todesopfer des Massakers teilnehmen zu können.

(dpa/AP/jobr/wib)

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