Ungewöhnlich früh und heftig ist am Wochenende der Winter über Teile Europas hereingebrochen. Mindestens fünf Menschen sind erfroren, auf der Zugspitze platzte der Saisonauftakt wegen zu viel Schnee.
Durch die enormen Schneefälle am Wochenende kam es auch in Thüringen, hier im Kreis Sonneberg, zu teils chaotischen Verkehrsbehinderungen. Foto: dpa
Ein heftiger Wintereinbruch hat in Österreich am Wochenende mindestens drei Menschen das Leben gekostet. In der Steiermark starb ein 17-Jähriger beim Zusammenstoß mehrerer Autos auf schneeglatter Straße.
Im Salzburger Land kam eine Frau ums Leben, als ein Autofahrer sie im Schneetreiben übersah und überrollte. Meteorologen sprachen von einer Wetterlage, wie sie nur ,"alle 30 bis 50 Jahre‘" eintritt. In den Alpen fielen innerhalb von 48 Stunden bis zu 150 Zentimeter Neuschnee. Über Oberösterreich zog dazu ein Sturmtief hinweg, das Dächer abdeckte und Straßen durch umgestürzte Bäume blockierte. Das Winterwetter soll die ganze nächste Woche über anhalten.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA wurden am Samstagabend die Zufahrtsstraßen zu den Vorarlberger Nobel-Skiorten Lech und Zürs am Arlberg wegen Lawinengefahr gesperrt. Beide Orte waren erst am späten Sonntagnachmittag wieder erreichbar.
In Rumänien erfroren in der Nacht zum Sonntag drei Obdachlose, wie der Fernsehsender Realitatea TV berichtete. In den östlichen Schweizer Bergen fielen seit Freitag bis zu 140 Zentimeter Neuschnee. In Ost- und Südbayern sorgte der Wintereinbruch für zahlreiche Unfälle. Auf dem höchsten Berg Deutschlands, der 2962 Meter hohen Zugspitze, platzte der Saisonauftakt - bei einer 150 Zentimeter hohen Schneedecke, schlechter Sicht und starkem Wind war die Lawinengefahr zu groß. Auch der Bergbahnverkehr zum Gipfel wurde eingestellt.
(dpa, AP, ddp-bay/cag/bavo)
















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