Bis zu einem Drittel der Dachfläche sind durch den Brand am Dienstag beschädigt worden. Ob der Brand Auswirkungen auf die viel gerühmte Akustik des Gebäudes haben werde, ist noch unklar.

Gefährliche Löschaktion: Die Feuerwehr kommt nur schwer an den Brandherd heran. (Foto: dpa)

Die weltberühmte Berliner Philharmonie kann ihren Konzertbetrieb trotz des Großbrandes möglicherweise schon in einigen Tagen wiederaufnehmen. Es sei kaum Löschwasser in den großen Konzertsaal eingesickert, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Mittwoch.

Bis zu einem Drittel der Dachfläche, etwa 1600 Quadratmeter, seien durch den Brand am Dienstag beschädigt worden. Provisorisch lasse sich das Dach jedoch binnen wenigen Tagen abdecken. Derzeit untersuche die Bauaufsicht das denkmalgeschützte Gebäude. Stelle sie keine gravierenden Schäden fest, könne der Konzertbetrieb vermutlich in wenigen Tagen weitergehen. Ob der Brand Auswirkungen auf die viel gerühmte Akustik des Gebäudes haben werde, könne er allerdings nicht sagen.

Rahmen
Brand in der Berliner Philharmonie Dichter Qualm und schwarz-gelbe Schwaden Rahmen
Berliner Philharmonie Berliner Philharmonie Berliner Philharmonie Berliner Philharmonie Berliner Philharmonie Berliner Philharmonie
Rahmen

Das Feuer sei am Mittwochmorgen vollständig gelöscht und die Brandwachen abgezogen worden, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr habe das Gebäude daraufhin wieder der Philharmonie übergeben. Der Schaden lasse sich noch nicht beziffern, liege aber sicher in Millionenhöhe. Als Brandursache würden weiter Bauarbeiten am Dach vermutet.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr hatte am Dienstag das Feuer bekämpft, das auf dem Dach des markanten Baus in der Nähe des Potsdamer Platzes ausgebrochen war. Höhenrettungsexperten der Feuerwehr sägten auf den steilen Dachflächen die Verkleidung aus Zinkblech auf, um an die brennende Dämmschicht darunter zu gelangen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Musiker konnten auch ihre wertvollen Instrumente rechtzeitig in Sicherheit
bringen.

Die 1963 vollendete Philharmonie des Architekten Hans Scharoun gilt inzwischen als eines der Wahrzeichen Berlins. Anfangs war das markante Gebäude mit seiner gelb-goldfarbenen Außenhaut jedoch heftig umstritten. Der künstlerische Leiter der Philharmonie, Sir Simon Rattle, hielt sich während des Brandes im Ausland auf.

(rtr/dpa/jüsc/dgr)

ANZEIGE

mehr ...


Themen

Weitere Artikel in Panorama

Leserkommentare (14)



21.05.2008 09:30:38

geco:

mein gott ca-ke-koe.

die schweißarbeiten fanden augenscheinlich AUF der dachhaut statt. die dämmung, die zu schwelen begonnen hatte, lag OBERHALB der betondecke (gott sei dank!). wie sollen denn da rauchmelder im inneren des gebäudes anschlagen? soll der rauch durch den beton nach unten diffundieren? natürlich sieht man bei einem brand oberhalb einer betondecke die rauchentwicklung zuerst von außen.

und: es genügt bei schweißarbeiten oft schon ein kleiner unbemerkter funke, um einen schwelbrand auszulösen, eine rauchentwicklung wird u.u. oft auch erst stunden nach den eigentlichen arbeiten ersichtlich.

was bleibt jetzt noch? entweder gehörten die schweißer zur achse des bösen, oder es war der göttliche blitz darselbst, der ob der schlechtigkeit der welt ein zeichen setzen wollte...


2 Besucher haben diesen Kommentar bewertet




vorherige Kommentare neuere Kommentare 1 | 2 | 3 ältere Kommentare nächste Kommentare

Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.


Bilder aus dem Panorama
Mafia-Bosse werden verhaftet, die Menschen feiern, der nächste "Capo" steigt auf - der Kampf gegen die Mafia.
Manchmal unterbewusst, manchmal als gezielte Provokation. Gesten sagen mehr als Worte. Von Mittelfinger bis Vogel, von Wiedeking bis Ackermann.
Erinnerung an den schwulen Aufstand vor 40 Jahren: In beinahe jeder größeren Stadt in Deutschland finden jedes Jahr schwule Paraden statt.
Blutige Ermittlungen: Die mexikanische Marine findet fast eine Tonne Kokain in einer Schiffsladung mit 400 gefrorenen Hai-Körpern.
Gestrandet in "Tent City": Sie haben in den USA Haus und Hof verloren - vor Sacramento treffen sich die Verlierer der Wirtschaftskrise wieder.
Sie sind die gefährlichsten Verbrecher Deutschlands - und alle auf der Flucht:

ANZEIGE

SZ Probeabo
SV-Bilderdienst
Internetsucht
Online-Junkies haben sich aus dem realen Leben verabschiedet und existieren nur noch im Internet. In der Realität jenseits von Chaträumen, Spielen, Cybersex oder Schnäppchenjagd drohen Isolation, Depressionen und Entzugserscheinungen. Als süchtig gilt, wer sich privat mehr als 35 Stunden pro Woche im Internet bewegt. mehr...
Die SZ Junge Cinemathek
12 Lieblingsfilme zum Neu-Entdecken und Erinnern
SZ Cinemathek Dokumentarfilme
Die Welt mit anderen Augen sehen - Amerikanische Perspektiven und Klassiker des Naturfilms
Musik. Genuss. Erleben.
Jahrhundert Geiger und Klavier Kaiser - Die Standardwerke der SZ Klassik Edition.