Wirt gründet Kirche für Raucher
Rauchverbot
15.01.2008, 11:01
Künftig rauchen in der Kirche? Ein 46-jähriger Wirt will Rauchern "Kirchenasyl" geben. (Foto: AP)
Im Kampf gegen das Nichtraucherschutzgesetz greift ein schleswig-holsteinischer Gastronom tief in die Trickkiste: Der Wirt aus Kappeln hat eine Religionsgemeinschaft gegründet, um den Gästen den Griff zum Glimmstängel weiter zu ermöglichen.
"Unsere Christlich-Jüdische Kirche hat inzwischen mehr als 400 Mitglieder", sagte Dirk Bruckner, Besitzer der Kneipe "Mausefalle", am Montag. Das Gründungsprotokoll habe er an die Staatskanzlei in Kiel geschickt.
Der 46-Jährige will Rauchern nach eigenen Worten "Kirchenasyl" geben und sich religiöse Handlungen nicht durch den Staat vorschreiben lassen. In vielen Religionen spiele das Verbrennen von Stoffen eine Rolle. "Bei den Katholiken ist es der Weihrauch, bei den Buddhisten sind es Räucherstäbchen, bei uns die Zigaretten", sagte Bruckner.
Ob er mit dem Trick das neue Antirauchergesetz umgehen kann, ist allerdings fraglich. Das Gesundheitsministerium des Landes erklärte, der Gastronom "kommt damit nicht durch".
Als Reaktion auf das Rauchverbot unterstützen Tabakfirmen Betreiber von Restaurants und Clubs beim Einrichten von Raucherräumen. "Uns ist es wichtig, dass unsere Konsumenten weiterhin Zigaretten rauchen können", sagte der Sprecher des Hamburger Zigarettenherstellers Reemtsma, Sebastian Blohm.
Er bestätigte entsprechende Medienberichte. Das Unternehmen werde den Gastronomen helfen, durch "finanzielle und technische Hilfe" Raucherräume
einzurichten oder Außenbereiche zu gestalten. Über den finanziellen Umfang wollte sich Blohm jedoch nicht äußern.
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![]() 16.01.2008 18:22:38 "Sonst hätte es schon vor dem 1.1.2008 ausreichend Nichtraucherlokale und Restaurants gegeben!" Komisch, und warum sind dann auch die inzwischen rauchfreien Lokale rappelvoll?? Weil es eben vorher NICHT genug davon gab. So einfach. Wers nicht kapieren will... ![]()
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