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Umwelt

Das bedeuten Energielabel für Hausgeräte

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/tmn) - Das Energielabel für Hausgeräte soll Kunden auf einen Blick zeigen, wie viel Strom ein Gerät verbraucht. Grün symbolisiert dabei die beste, rot steht für die schlechteste Klasse. Je grüner und weiter vorn im Alphabet das Gerät eingestuft ist, umso effizienter arbeitet es.

Einst mit den Effizienzklassen A bis G gestartet, gibt es beim Energielabel mittlerweile auch noch die Klassen A+ bis A+++ - der normale Käufer verliert hier schnell den Überblick. "Besonders schwer zu verstehen ist für viele Verbraucher, dass A nicht unbedingt eine gute Energieeffizienzklasse ist", sagt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Irritierend sei auch, das die Kennzeichnung für die verschiedenen Produktgruppen nicht einheitlich ist. "Für Staubsauger ist A sehr gut, bei Waschmaschinen und Kühlschränken ist A für Neugeräte so schlecht, dass sie gar nicht mehr auf den Markt kommen dürfen."

Um den Käufern die Orientierung etwas zu erleichtern, hat die HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung den aktuellen Stand bei den einzelnen Gerätegruppen zusammengestellt:

Waschmaschine: Die Hersteller dürfen nur noch Modelle in den höchsten Energieeffizienzklassen A+++ bis A+ auf den Markt bringen. A+++ verbraucht rund ein Viertel weniger Energie als A+. Geräte mit den Effizienzklassen A bis D dürfen nicht mehr neu in den Handel gebracht werden - tauchen sie doch noch auf, ist es meist Lagerware mit hohem Energieverbrauch.

"Beim Kauf einer Waschmaschine sollten Verbraucher neben dem Energie- und Wasserverbrauch auch auf die Schleuderwirkungsklasse achten", rät Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+ in Berlin. Sie reicht von A bis G und zeigt, wie feucht die Wäsche nach dem Schleudern ist.

Wäschetrockner: Hier gelten die Klassen A+++ bis D. In die besten vier Klassen schaffen es nur Geräte mit Wärmepumpen. Sie verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Energie als herkömmliche Trockner.

- Geschirrspüler: Grundsätzlich dürfen nur noch Modelle mit A+++ bis A+ in den Handel kommen. Zusätzlich zur Energieeffizienzklasse und dem Wasserverbrauch ist auf dem Energielabel von Geschirrspülern die Trocknungswirkung in den Klassen A bis G angegeben.

Staubsauger: Sie gibt es in den Klassen A bis G. Da die Geräte aber immer effizienter und sparsamer werden sollen, lässt die EU ab September 2017 nur noch Geräte mit den Klasse A+++ bis D in den Handel. Die Reinigungsklasse ist bei Staubsaugern fast genauso wichtig wie der Energieverbrauch. Denn diese gibt an, wie gut das Gerät Staub und Schmutzpartikel von Teppichböden und Hartböden, beispielsweise Fliesen, Laminat oder Holzdielen, aufnimmt. Die Staubemissionsklasse bewertet das besonders für Allergiker wichtige Staubrückhaltevermögen, also die Sauberkeit der Ausblasluft.

Kühl- und Gefrierschränke: Nur die Klassen A+++ bis A+ dürfen neu in den Handel. Geräte mit den tieferen Klassen bis D dürfen noch abverkauft werden. Wer ein altes Gerät kauft, muss mit hohen Energiekosten rechnen. Schon in der oberen Kategorie sind die Unterschiede groß: Ein A+++-Gerät verbraucht etwa halb soviel Energie wie ein A+-Modell.

Backofen: Seit Januar 2015 reichen die Klassen auf dem Energielabel von A+++ bis D. B ist aber die schlechteste Klasse, die noch neu auf den Markt darf.

Dunstabzugshauben: Sie sind aktuell in die Energieeffizienzklassen A+ bis F eingeteilt. Besonders sparsame Geräte dürfen auch schon mit A++ ausgezeichnet werden. Wichtig sind aber auch Luftführungseffizienz, Beleuchtungseffizienz und Fettabscheidegrad - möglich sind A bis G - sowie die Geräuschentwicklung in Dezibel.