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Technik

Bubble-Jet oder Piezo-Kristalle - Tipps zum Druckerkauf

Direkt aus dem dpa-Newskanal

München (dpa/tmn) - Dass es ein Tintenstrahler wird, ist beim Druckerkauf für Privatleute meist ausgemachte Sache. Danach hört es mit den Gemeinsamkeiten aber schon auf. Jeder Verbraucher hat andere Anforderungen, was Drucktechnik, Druckkopfvariante und Ausstattung angeht.

Tintenstrahldrucker arbeiten nach zwei verschiedenen Verfahren. Bei der Bubble-Jet-Methode, auf die Canon und HP setzen, wird Tinte erhitzt und aus der Düse geschleudert. Bei der Piezo-Methode, die von Brother und Epson eingesetzt wird, drücken dagegen unter Spannung gesetzte Kristalle die Tinte aufs Papier. Qualitativ liegen in einem Test von 24 WLAN-Multifunktionsdruckern bis 140 Euro der Zeitschrift "Chip" (Ausgabe 4/14) zwar Bubble-Jet-Geräte vorne. Vieldrucker können aber von den langlebigeren Piezo-Druckköpfen profitieren. Denn Bubble-Jet-Köpfe brennen irgendwann durch, ein Austauschkopf kostet 50 bis 100 Euro.

Käufer müssen auch überlegen, ob sie einen Drucker mit Patronen-Druckkopf kaufen, bei dem Tintenpatrone und Druckkopf eine Einheit bilden, oder ob sie sich für einen Permanent-Druckkopf mit separat austauschbaren Tintentanks entscheiden. Letztere Variante empfehlen die Tester allen, die viel und regelmäßig drucken.

Mit einem Gerät mit Patronen-Druckkopf fahren Verbraucher gut, die eher selten drucken. Denn selbst wenn der Drucker nach langem Nichtgebrauch komplett eingetrocknet ist, erhalte man mit dem Kauf eines neuen Patronen-Druckkopfes auch quasi einen Drucker, der wie neu funktioniert. Natürlich ist ein Patronen-Druckkopf deutlich teurer als einzelne Tintentanks.

Foto-Vieldrucker sollten übrigens auf das Vorhandensein einer fünften Tintenpatronen mit speziellem Foto-Schwarz im Wunschgerät achten. Denn dieses besondere Schwarz verbessert die Oberflächenanmutung von Bildern den Angaben nach deutlich.

Wer oft mehrseitige Dokumente scannen oder kopieren muss, ist den Experten zufolge mit einem automatischen Einzug gut beraten. Papier sparen lässt sich mit einer sogenannten Duplex-Einheit, die Dokumente automatisch doppelseitig bedrucken kann.

Alle Geräte im Test klinken sich per WLAN ins Heimnetzwerk ein und können von jedem Rechner drahtlos Druckaufträge empfangen. Viele Drucker unterstützen AirPrint, um sich per App auch mit mobilen Apple-Geräten koppeln zu können.

Alternativ oder zusätzlich findet sich auch das Android-Pendant Google Cloud Print auf den Ausstattungslisten. Letzterer Dienst ist noch universeller und unabhängig von installierten Druckertreibern über den Chrome-Browser nutzbar. Völlig treiber- und geräteunabhängig funktionieren auch Cloud-Dienste der Druckerhersteller. Hier kann der Nutzer einfach eine E-Mail an seinen Drucker schicken, der dann Inhalt oder Anhang ausdruckt.

Leere Original-Tintenpatronen sollte man nicht in den Müll werfen, raten die Experten. Sie ließen sich noch für einige Euro verkaufen - entweder an den Tinten-Shop um die Ecke oder an Ankäufer im Internet. Die Dienstleister würden die Patronen reinigen, neu befüllen und wieder verkaufen.