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Natur - Aschaffenburg

Ministerium: Vorentscheidung in Nationalpark-Frage im Juli

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Aschaffenburg/München (dpa/lby) - Bei der Entscheidung über einen dritten Nationalpark in Bayern lässt sich die Landesregierung offenbar mehr Zeit. Im Juli werde entschieden, mit welcher Region der Dialog zum Verfahren fortgesetzt werde, teilte das Umweltministerium am Montag mit. Neben der Röhn, den Donau-Auen und dem Spessart steht demnach auch der Frankenwald zur Auswahl. Zuvor hatten Umweltschützer von Greenpeace der Staatsregierung ein voreiliges Vorgehen vorgeworfen. Die Umweltorganisation macht sich für den Spessart stark.

Greenpeace hatte zum Abschluss der Infotour in grüner Schrift "Ein Nationalpark - die Krönung für den Spessart" auf das Aschaffenburger Schloss projiziert. "Ich bin fest davon überzeugt, dass mehr Zeit bei der Entscheidungsfindung gut für den Nationalpark Spessart wäre", sagte Sandra Hieke, Waldexpertin bei Greenpeace. Im Moment seien viele falsche Informationen im Umlauf. Dabei seien weder die traditionellen Holzrechte in Gefahr, noch dürften Spaziergänger sowie Pilz- und Beerensammler einen Nationalpark Spessart nicht mehr betreten.

Umweltministerin Scharf betonte, dass die Regionen selbst entscheiden könnten, ob sie das Angebot annehmen wollten. "Wir führen intensive Dialoge mit den Regionen. Der dritte Nationalpark ist eine historische Entscheidung", sagte Scharf.

Nach der Entscheidung über den Verlauf des Verfahrens im Juli will das Umweltministerium mit der ausgewählten Region oder den Regionen Eckpunkte eines "maßgeschneiderten Nationalparks" erarbeiten, wie ein Sprecher ergänzte. Im Freistaat bestehen bereits die Nationalparks im Bayerischen Wald und im Berchtesgardner Land.