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Geschichte - Berlin

Wettbewerb des Bundespräsidenten: 1. Preis für Rendsburg

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hamburg (dpa/lno) - Schüler einer 9. Klasse aus Rendsburg haben beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten einen von fünf ersten Preisen gewonnen. Till Fischer, Kyra Sepke, Jonna Silber und Lea Zech von der Christian-Timm-Schule hatten sich mit der über 300-jährigen Geschichte eines jüdischen Friedhofs in Westerrönfeld befasst. Sie werden ihren mit 2000 Euro dotierten Preis in dem von der Körber Stiftung ausgerichteten Wettbewerb (Motto: "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte") am Mittwoch im Schloss Bellevue in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) entgegennehmen.

Der von den Rendsburger Schülern erforschte jüdische Friedhof wies noch in den 1930er Jahren über 1300 Grabstellen auf. Heute sind es nur noch rund 250 verwitterte, teils überwucherte Andenken an die jüdische Geschichte der Gemeinde. Die Neuntklässler wollten wissen, wie sich der Ort seit seiner Entstehung im Jahr 1695 verändert hat.

Unter den 15 Gewinnern des 2. Preises (1000 Euro) ist mit dem Elftklässler Maximilian David Ferst von der Stormarnschule in Ahrensburg ebenfalls ein Schleswig-Holsteiner. Er befasste sich mit dem deutsch-jüdischen Verhältnis in der Region seit 1950. Für ihre Arbeit zur Freimaurerei während der Nazizeit in Heide bekommt die Achtklässlerin Anna Medrow vom Werner-Heisenberg-Gymnasium einen der 30 dritten Preise. An dem 25. Geschichtswettbewerb beteiligten sich in Deutschland mehr als 5000 Kinder und Jugendliche. Sie reichten über 1600 Arbeiten ein.