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Chemie - Bitterfeld-Wolfen

Gründung vor 125 Jahren: Chemiestandort berichtet über Pläne

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) - Die Infrastrukturgesellschaft des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen informiert heute über die Vorhaben in diesem Jahr. Anlass ist die Gründung des Produktionsstandorts vor 125 Jahren. Heute arbeiten rund 11 000 Menschen in rund 300 Betrieben im Chemiepark. Bitterfeld-Wolfen hat eine wechselvolle Industriegeschichte der Chemie- und Filmproduktion sowie Kohleförderung. In Wolfen wurde etwa der erste Farbfilm der Welt hergestellt. Während des Zweiten Weltkriegs diente der Standort der Rüstungsindustrie. Zu DDR-Zeiten waren Kombinate die größten Arbeitgeber in der Region.

Wegen der enormen Umweltverschmutzung unter der SED-Führung ging Bitterfeld als die dreckigste Stadt Europas in die Geschichte ein. Nach 1990 folgte ein gravierender Strukturumbruch. An die Stelle von Dreckschleudern traten moderne Betrieb in Industrieparks. Ehemalige Braunkohletagebaugebiete wurden zu Seen mit Freizeit- und Erholungsangeboten. Die Solarindustrie siedelte sich in "Solar Valley" als neue Branche und Hoffnungsschimmer für Arbeitsplätze an - und ging angesichts der Konkurrenz aus Asien mit dem börsennotierten Unternehmen Q-Cells und Tausenden Arbeitsplätzen in Insolvenz.