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Dax verbessert Rekord noch einmal leicht

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa) - Die jüngste Euphorie der Anleger hat sich bei deutschen Aktien weiter abgeschwächt. Zwar setzte sich die Rekordjagd beim Dax fort, aber nur mit sehr zögerlichem Tempo.

So konnte der deutsche Leitindex seine Bestmarke im späten Handel knapp auf 12 486,29 Punkte steigern. Einen ansonsten orientierungslosen Tag beendete er aber nur hauchdünn im Plus. Am Ende stand der Dax 0,05 Prozent höher bei 12 472,80 Punkten.

Börsianern zufolge warteten Anleger gespannt auf eine "große Ankündigung" von US-Präsident Donald Trump, von der sie sich die lang ersehnten Details zu dessen Steuerplänen versprechen. Medienberichten zufolge wird Trump am Abend (MEZ) eine Senkung der Unternehmenssteuern von 35 auf 15 Prozent bekanntgeben. Eine umstrittene Grenzsteuer, die deutsche Exporte verteuern würde, soll demnach aber vorerst keine Rolle spielen.

Auch den mittelgroßen Werten fehlte es vor diesem Hintergrund an Schwung. Im Schlepptau des Dax erreichte der MDax zwar ein Rekordhoch bei 24 664,31 Punkten. Letztlich kam er aber mit einem knappen Plus von 0,10 Prozent und 24 639,69 Zähler ebenfalls kaum von der Stelle. Schwungvoller ging es bei den Technologiewerten im TecDax zu. Der Index schloss 0,84 Prozent höher bei 2083,85 Punkten.

Im Zuge der Berichtssaison waren viele Blicke auf Daimler gerichtet. Dass der Autobauer nach einem starken Auftakt nun deutlich optimistischer auf das laufende Jahr blickt, überraschte die Anleger nach den bereits bekannten Eckdaten nicht. Die Papiere retteten sich letztlich knapp mit 0,20 Prozent über die Gewinnschwelle. Deutlicher um 1,40 Prozent nach oben ging es hingegen für Linde nach der Vorlage guter Zahlen des französischen Wettbewerbers Air Liquide.

Nicht gefragt waren hingegen die Eon-Aktien, die in einem europaweit schwachen Versorgerumfeld etwas mehr als 1 Prozent verloren. Noch deutlicher war die Talfahrt bei den Papieren von Innogy, die im MDax nach einem negativen Analystenkommentar um fast 2 Prozent fielen.

Im MDax ging es außerdem für CTS Eventim und Jungheinrich um jeweils rund 2,6 Prozent nach unten. Titel des Ticket-Vermarkters CTS litten darunter, dass ein Großaktionär in größerem Umfang Aktien platzierte. Bei den Papieren des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich sieht das Analysehaus Warburg nach einem steilen Anstieg kein Potenzial mehr.

Das Umfeld am Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte auch international zögerlich. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss im Gegensatz zum Dax mit einem kleinen Abschlag. Das Warten auf Trump ließ zudem die Börsen in New York mehr oder weniger stagnieren. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zuletzt nur knapp im Plus.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 141,60 Punkte. Der Bund Future erholte sich mit plus 0,34 Prozent und 161,25 Punkten etwa von seinen jüngsten Verlusten. Der Euro fiel auf 1,0868 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch bis auf 1,0951 Dollar gestiegen war. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,0893 (Dienstag: 1,0891) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9180 (0,9182) Euro.