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Turnen

Auftakt zur Turn-Saison: Nguyen mit Reck-Show

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Newark/Buttenwiesen (dpa) - Ohne den Olympia-Zweiten Fabian Hambüchen haben die deutschen Turner zum Auftakt der Weltcupserie beim American Cup in Newark die Podestplätze verpasst.

Der Chemnitzer Andreas Bretschneider kam nur auf den achten Rang unter neun Teilnehmern. Indes stellte Marcel Nguyen in Buttenwiesen neue Elemente für die Olympia-Saison vor und präsentierte beim National Team Cup vor allem am Reck eine sehr schwierige Übung.

"Es ist eine sehr schwere Übung mit Ausgangswert 7,0, leider hat er sie noch ein bisschen unsauber geturnt", urteilte Cheftrainer Andreas Hirsch nach der Übung, die mit 14,50 Punkten bewertet wurde. Noch zu fehlerhaft turnte auch Bretschneider in den USA. Der Sachse zeigte am Reck die nach ihm benannte Höchstschwierigkeit - den Kovacs-Salto mit Doppelschraube -, bekam danach allerdings die Stange nicht richtig in den Griff und stürzte ab. Zuvor war der 26-Jährige auch am Barren abgestiegen. So reichte es im Sechskampf nur zu 83,098 Punkten und einer Prämie von 1000 Schweizer Franken.

Dennoch war Bretschneider nach dem langen Wettkampf über fünfeinstalb Stunden nicht unzufrieden. "Es war mein bislang bester Saisoneinstieg", sagte der WM-Fünfte, der sich vor einem Jahr einen Achillessehnenriss zugezogen hatte. Fabian Hambüchen hatte den Cup 2009 gewonnen, diesmal aber auf eine Teilnahme verzichtet. Sieger Japaner Ryohei Kato kassierte 15 000 Franken Preisgeld.

Die einzige deutsche Starterin Tabea Alt kam mit den Umständen ganz gut zurecht. Bei ihrem internationalen Senioren-Debüt erreichte die erst 15 Jahre alte Ludwigsburgerin mit 54,399 Punkten den siebten Platz und durfte sich über ein Taschengeld in Höhe von 2000 Schweizer Franken freuen. Der Sieg ging an Olympiasiegerin Gabrielle Douglas aus den USA (60,165).

Nguyens Riege vom deutschen Meister KTV Straubenhardt entschied unterdessen in Buttenwiesen das Duell gegen eine Auswahl von Bundeskadern 253,85:253,80 Punkten denkbar knapp für sich. Der Unterhachinger war mit 84,60 Punkten der beste Mehrkämpfer, gefolgt von seinem Teamgefährten Lukas Dauser (83,75).

Bei den Frauen siegte die Nationalmannschaftsriege mit 222,20 Punkten vor einer Formation der Deutschen Turnliga (188,55). Die WM-Dritte Pauline Schäfer (Pflugscheid-Hixberg), setzte sich in der Einzelwertung mit 56,00 Punkten vor ihrer Chemnitzer Trainingskollegin Sophie Scheder (55,20) und Mehrkampfmeisterin Elisabeth Seitz (54,70) durch. Bundestrainerin Ulla Koch zeigte sich mit den Leistungen "im Großen und Ganzen" zufrieden.