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Ski alpin

Neureuther-Aus kostet Podestplatz für Skirennfahrer

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Kranjska Gora (dpa) - Nach Felix Neureuthers Bruchlandung und dem erneut verspielten Podestplatz hob sein Trainer entsetzt die Hände vors Gesicht und schüttelte den Kopf.

Wie vergangene Woche in Hinterstoder und schon einige Male zuvor in diesem Winter reichte dem Deutschen Skiverband ein Top-Drei-Resultat nach dem ersten Durchgang auch in Kranjska Gora nicht für einen Podiumsplatz. Neureuther, Dritter des ersten Riesenslalom-Laufs, fuhr im Finale gut, rutschte dann aber weg und schied aus.

"Ich war auf einem guten Weg. Aber ich wollte auf keinen Fall den gleichen Fehler machen wie in Hinterstoder, dass ich zu zaghaft fahre", erklärte Neureuther. "Das ist schade. Aber lieber so, als durchgereicht zu werden." Zum Auftakt des XXL-Wochenendes mit drei Technik-Rennen binnen drei Tagen vermerkte er deswegen auch: "Das war heute der richtige Schritt in die richtige Richtung - morgen dann ins Ziel. Ich weiß, dass ich sehr schnell bin. Das muss ich mitnehmen."

Zumindest bis zum zweiten Riesenslalom am Samstag bleibt die bislang arg magere Bilanz von nur vier Podestplätzen in diesem Winter für die Herren-Abteilung der Alpin-Sparte im Deutschen Skiverband aber bestehen. Denn auch Stefan Luitz auf Rang zehn und der erneut enttäuschende Fritz Dopfer auf Rang 22 konnten nichts beisteuern.

"Man muss sehen, wo man ansetzt. Ob wir durch Unfähigkeit oder Nichtkönnen nicht weiter vorne sind oder ob es andere Umstände sind. Wir haben einiges vor uns, das wir besser machen müssen in den zweiten Durchgängen", sagte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier.

Am Sonntag gibt es im Slalom eine weitere Chance - und womöglich den ersten Auftritt von Marcel Hirscher als dann fünfmaliger Gesamtweltcupsieger. Der Österreicher kam am Freitag bei Alexis Pinturaults viertem Riesenslalom-Sieg nacheinander zwar nur auf Rang drei und musste sich auch von seinem Landsmann Philipp Schörghofer um 0,22 Sekunden abhängen lassen. Doch auf den Tagesvierten Henrik Kristoffersen aus Norwegen vergrößerte er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 293 Punkte.

Hat Hirscher nach dem zweiten Riesentorlauf in Kranjska Gora mehr als 300 Punkte Vorsprung auf seinen Verfolger, ist ihm die große Kristallkugel praktisch nicht mehr zu nehmen. Einen Start bei den zwei Speedrennen in Kvitfjell am kommenden Wochenende hat Kristoffersen ausgeschlossen, in den danach noch verbleibenden drei Technik-Rennen könnte er den Rückstand nicht mehr aufholen.

Die Disziplinwertung im Riesentorlauf dagegen könnte bis zum letzten Rennen offen bleiben. Nach seiner Super-Serie fehlen Pinturault noch 91 Punkte auf Hirscher. "Wenn Alexis so weiterfährt, dann verdient er sich die Kugel. Er ist im Moment das Maß der Dinge", sagte Hirscher im ORF.