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Segeln

Neue Regeln für America's Cup sorgen für Diskussionen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

San Francisco (dpa) - Erneuter Kurswechsel im America's Cup: Mehr als ein halbes Jahr nach dem 34. Segelduell haben die amerikanischen Verteidiger die Regeln für die nächste Cup-Auflage veröffentlicht - und sich selbst die beste Ausgangsposition verschafft.

Das 78-seitige Regelwerk überrascht mit brisanten Neuerungen, der künftige Austragungsort bleibt unbekannt. Für Diskussionen sorgt der Plan, bereits in den Ausscheidungsrunden zum Cup-Duell mit den Herausforderern anzutreten. Das galt bislang in der 163-jährigen Geschichte der bekanntesten Segelregatta der Welt als tabu.

"So schlimm, wie die Amerikaner mit dem Rest der Segelwelt umgehen, hat es im Cup noch nie einer getrieben", sagte der zweimalige Cup-Sieger Jochen Schümann. "Es ist ja schon frech, den Austragungsort erst bis spätestens Februar 2015 bekanntgeben zu wollen, den Meldeschluss aber auf August 2014 festzulegen." Herausforderer müssen rund 1,2 Millionen Euro Meldegelder zahlen.

Die wohl kontroverseste Neuerung: Die Verteidiger von Larry Ellisons Oracle Team USA dürfen als einziges Team zwei der neuen 62-Fuß-Katamarane bauen, während den Herausforderern nur einer der rasanten Zweirümpfer zur Verfügung steht. "Offensichtlich wollen sie alleine segeln. Man kann darüber nur den Kopf schütteln", sagte Schümann der Nachrichtenagentur dpa.