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Schwimmen

Punzel/Subschinski springen wieder zu EM-Silber

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Rostock (dpa) - Deutschlands Wasserspringer können wieder lachen. Dank einer Silbermedaille vom Drei-Meter-Brett sorgten Tina Punzel und Nora Subschinski für zufriedene Gesichter und das dritte deutsche Edelmetall bei den Europameisterschaften in Rostock.

"Einfach schön, dass nach den unglücklichen Tagen eine Medaille herausspringt", sagte Punzel angesichts der bisher mageren EM-Bilanz. Und auch Chefbundestrainer Lutz Buschkow freute sich am Samstag "nach dem kleinen Tal, was wir hier hatten".

Im Synchron-Wettbewerb kam das Duo aus Dresden und Berlin auf gute 302,70 Punkte, nur 10,38 Zähler fehlten auf die Siegerinnen Tania Cagnotto/Francesca Dallape'. Die Italienerinnen holten ihren siebten EM-Titel in Serie. Dritte wurden die Russinnen Nadeschda Baschina/Kristina Ilinich (298,50). Im Vorjahr waren Punzel/Subschinski bei der EM in Berlin ebenfalls Zweite in dieser Disziplin geworden.

Nach nun einer Silber- und zwei Bronzemedaillen droht aber weiterhin die schwächste EM nach der deutschen Wiedervereinigung. Seither hatten die Wasserspringer immer mindestens sechs Medaillen gewonnen.

Mit besseren Pflichtsprüngen als im Vorkampf und einem guten Auerbach-Salto setzten Punzel/Subschinski die Konkurrenz unter Druck. Von Platz vier aus überholten sie erst die Ukrainerinnen und ließen nach dem letzten von fünf Sprüngen auch Russlands Duo hinter sich. "Wir haben auf eine Medaille gehofft, dass es Silber wurde, ist super", sagte Nora Subschinski. Die frühere Turm-Spezialistin hatte sich nach einer schweren Halswirbelverletzung aufs Brett konzentriert.

Von der Zehn-Meter-Plattform könnte Martin Wolfram bei seinem Comeback für weiteres Edelmetall sorgen. Der 23-Jährige aus Dresden war Bester im Vorkampf und ist einer der Favoriten ins Finale (16.00 Uhr). Titelverteidiger und Topfavorit Viktor Minibajew zeigte zunächst ungewohnte Schwächen und wurde Zweiter. Der Europameister sichert seinem Land einen fixen Olympia-Startplatz für 2016 in Rio.

Wolfram hatte sich während des Olympia-Finales 2012 die Schulter ausgekugelt und den Wettkampf trotzdem auf Platz acht beendet. Danach folgten mehrere Operationen. Zwischendurch war der Sportsoldat sogar zum Brettspringer umgeschult worden, da seine Schultern lange die Belastung eines Sprungs von der Zehn-Meter-Plattform nicht aushielten. 2013 holte Wolfram überraschend EM-Silber vom Ein-Meter-Brett.