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Leichtathletik

Sprint-Ass Reus schnell - «Salto nullo» von Holzdeppe

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Düsseldorf (dpa) - Der Weltmeisterschafts-Zweite Raphael Holzdeppe musste auf dem Weg zur Hallen-WM einen Rückschlag hinnehmen.

Statt beim Leichtathletik-Hallenmeeting in Düsseldorf die Sechs-Meter-Marke anzugreifen, scheiterte der 27-jährige Stabhochspringer vom LAZ Zweibrücken bereits an seiner Anfangshöhe von 5,60 Meter. Das Ticket für die Welttitelkämpfe im März in Portland/USA hatte er bereits mit zuvor übersprungenen 5,84 Meter in der Tasche.

Überraschend musste sich zudem Weltmeister Shawn Barber (Kanada) mit 5,60 Meter dem höhengleichen Griechen Kostas Filipidis geschlagen geben. Der deutsche Hallen-Meister Tobias Scherbarth (Leverkusen) kam über 5,35 Meter nicht hinaus.

Fünf Tage nach seinem Deutschen Hallen-Rekord-Lauf in 6,53 Sekunden musste sich der Wattenscheider Sprinter Julian Reus über 60 Meter mit 6,59 Sekunden als Dritter begnügen. "Das war einen gute Bestätigung meiner guten Form", meinte Reus. Auf Platz eins lief der 39-jährige Kim Collins (St. Kitts und Nevis) in 6John Brockmann,53 Sekunden.

Vizeweltmeisterin Cindy Roleder legte flott los. Im Vorlauf knackte sie mit 8,03 Sekunden über 60 Meter Hürden schon die Norm für die Hallen-WM im März in Portland/USA. Im Finale toppte sie die Zeit mit 8,01 Sekunden und wurde Zweite hinter Alina Talay aus (Weißrussland/8,00). Trotz des starken Saisonstartes verzichtet sie auf die WM-Teilnahme unterm Dach. "Ich will mich auf die EM und die Olympischen Spiele fokussieren", begründete Roleder den Verzicht.

Die Münchnerin Christina Hering schaffte über 800 Meter in 2:02,19 Minuten ebenfalls die WM-Norm und wird in die USA fliegen. Jenny Elber aus Dresden gewann den Dreisprung mit 14,12 Meter vor der WM-Achten Kristin Gierisch aus Chemnitz (14,10 Meter). Unerwartet wurde die Kölnerin Alexandra Wester mit 6,72 Meter Zweite hinter der WM-Dritten Ivana Spanovic (Serbien/6,79).

Ein Klassezeit rannte der Kenianer Augstine Choge in 7:39,23 Minuten über 3000 Meter. Auch über 1500 Meter lief sein Landsmann und WM-Zweite Elija Manangoi in 3:39,77 Minuten die bisher schnellste Zeit in diesem Jahr. Schnellster 800-Meter-Läufer war der Pole Adam Kszczot, der in 1:46,00 Minuten zum fünften Mal in Düsseldorf gewann.