Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München 28°

Fußball

Schuster geht nach China - Neuer Trainer von Dalian Yifang

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Peking (dpa) - Der ehemalige deutsche Nationalspieler Bernd Schuster soll als neuer Trainer dem chinesischen Erstliga-Club Dalian Yifang aus der Krise helfen.

Der 58-Jährige tritt die Nachfolge des glücklosen chinesischen Trainers Ma Lin an, der nach drei Niederlagen in Folge seit Saisonbeginn abgelöst worden war. Der Verein hofft nach Angaben vom Dienstag darauf, dass Schuster die "ungünstige Lage schnell umkehrt". Dalian Yifang steht auf dem letzten Platz der Super-Liga.

Um die schwierige sportlich Situation zu beenden, bringt der ehemalige Coach von Real Madrid gleich sechs Mitarbeiter aus Europa mit in die nordostchinesische Hafenstadt. Er traf am Montag ein. "Der Club hofft, dass sich Schuster so schnell wie möglich mit dem Team vertraut macht", hieß es in einer Mitteilung. Gleichzeitig müsse der neue Trainer rasch die Situation der Gegner begreifen und die Mannschaft gezielt und wissenschaftlich trainieren, um wieder erfolgreich zu werden.

Mit besseren Leistungen werde der Club auch wieder die Unterstützung der Fans und seiner Heimatgemeinde in Dalian gewinnen, hieß es weiter. Schuster wird neben Roger Schmidt beim Pekinger Club Guoan und Uli Stielike bei Tianjin Teda der dritte deutsche Coach in China. Felix Magath hatte Shandong Luneng bis Dezember trainiert, doch war sein Vertrag nicht verlängert worden.

Obwohl Dalian Yifang im Februar sowohl den belgischen Nationalspieler Yannick Carrasco als auch den Argentinier Nico Gaitan von Atlético Madrid für die hohe Ablösesumme von 48 Millionen Euro verpflichtet hatte, war der Saisonstart ein Flop. Der Club hatte erst als letzter der Liga mitgeteilt, wer sein Cheftrainer werden soll, und dann Ma Lin verpflichtet. Er ist "ironischerweise", so die Nachrichtenagentur Xinhua, auch der erste Club, der seinen Trainer wieder wechselt.

Zuversichtlich äußerte sich nun die Zeitung "Dalian Wanbao": "Der Grund, warum der Deutsche unter vielen anderen ausländischen Trainern hervorsticht, sind seine starken Managementfähigkeiten." Der Europameister von 1980 habe "brillante" Leistungen sowohl als Spieler als auch als Trainer erreicht.

Schuster und sein Trainingsteam sollen demnach 4,5 Millionen Euro im Jahr erhalten. Der Vertrag erneuere sich automatisch, wenn der Verein den Klassenerhalt schaffe, schrieb das Blatt weiter. Wie groß die Erwartungen seien, zeige sich schon daran, dass die Fans am Montag zum Flughafen von Dalian gefahren seien, um Schuster zu begrüßen, schrieb "East Day Sports".

"Der neue Trainer wird sicher einiges verändern, aber es ist dringend nötig, dass sich die Veränderungen auch auf dem Spielfeld zeigen", schrieb der Sportdienst von Sina.com. Das wichtigste Ziel sei, möglichst rasch das erste Tor zu schießen und den ersten Gewinn zu erzielen. Am 31. März spielt Dalian Yifang gegen Henan Jianye. Jetzt seien erstmal Schusters "Fähigkeiten als Feuerwehrmann" gefordert, schrieb die Zeitung "Bandian Chenbao".