Sie haben Ihren Adblocker auf unserer Seite aktiviert. Bitte deaktivieren Sie diesen für SZ.de! mehr zum Thema

bedeckt München

Fußball

Liga-Untersuchung nach Tribünendrama könnte Wochen dauern

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Paris (dpa) - Die von der französischen Fußball-Liga angekündigte Untersuchung des Tribünendramas in Amiens könnte mehrere Wochen dauern. Die Disziplinarkommission werde sich die Zeit nehmen, die notwendig ist, sagte der Exekutivdirektor der Profiliga LFP, Didier Quillot, der Zeitung "L'Équipe".

"Eine, zwei oder drei Wochen, oder sogar mehr falls nötig, um die Akteure zu befragen, insbesondere die Spitzen der beiden Clubs." Auf Basis dieser Untersuchung und den laufenden Ermittlungen der Justiz werde entschieden, ob etwa die betroffene Tribüne im Licorne-Stadion des SC Amiens geschlossen werden muss.

Während eines Erstligaspiels war beim Jubel über ein Tor des OSC Lille ein Sicherheitsgeländer des Gästeblocks zusammengebrochen. Zuschauer stürzten in den Innenraum des Stadions, 29 Menschen wurden verletzt. Nach dem Drama war eine hitzige Diskussion über die Verantwortung ausgebrochen. Die LFP-Disziplinarkommission will ihre Untersuchung an diesem Donnerstag einleiten.

Zu entscheiden ist auch, was mit der abgebrochenen Partie zwischen Amiens und Lille passiert. Laut "L'Équipe" könnte die Kommission einen der Clubs zum Verlierer erklären - wenn sie beispielsweise zu dem Schluss käme, dass Gastgeber Amiens seine Verpflichtungen nicht erfüllt hat. Am wahrscheinlichsten sei aber eine Wiederholung der Partie, so das Blatt.

Falls die Untersuchung vor dem nächsten Heimspiel von Amiens gegen Girondins Bordeaux am 21. Oktober nicht abgeschlossen ist, könnte beschlossen werden, die Spielfolge umzudrehen und in Bordeaux zu spielen, sagte Quillot. Auch eine Partie "auf neutralem Terrain" sei denkbar.