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Fußball

Infantino rechnet mit Mehrheit aus Afrika für FIFA-Wahl

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Kapstadt (dpa) - UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino rechnet sich für seine FIFA-Präsidentschaftskandidatur große Chancen bei den Verbänden in Afrika aus.

Bei der Wahl des Nachfolgers von Joseph Blatter am Freitag in Zürich erwarte er mehr als die Hälfte der 54 Stimmen der größten Konföderation des Fußball-Weltverbands, sagte der Schweizer. "Ich werde großen Einfluss in Afrika haben", erklärte Infantino, der am Montag vor Kapstadt das frühere Gefängnis Robben Island besichtigte. "Nach den Diskussionen mit vielen afrikanischen Verbandspräsidenten bin ich sehr zuversichtlich."

Die afrikanische Konföderation CAF hatte ihren Mitgliedern deutlich empfohlen, für Infantinos größten Kontrahenten Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa aus Bahrain zu stimmen. Es wird damit gerechnet, dass zahlreiche Verbände diesem Aufruf folgen werden.

Infantino war wie die anderen Kandidaten al Chalifa, der Franzose Jérôme Champagne und Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien von Tokyo Sexwale, der sich ebenfalls für das höchste FIFA-Amt bewirbt, auf die symbolträchtigte Gefängnisinsel eingeladen worden. Während des Apartheidsregimes war unter anderen der spätere Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela dort inhaftiert gewesen.

Der Südafrikaner Sexwale gilt als chancenlos für die Wahl, der gemeinsame Auftritt könnte nun eine mögliche Zusammenarbeit mit Infantino anbahnen. Er sei "Realist", sagte Sexwale, sollte er nicht die notwendige Unterstützung erhalten, werde er mit den weiteren Kandidaten reden. "Vor der Ziellinie wird es Allianzen geben. Ich bin offen für Allianzen, ich bin offen für Verhandlungen."