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Fußball

Fußball unterm Affenfelsen: UEFA-Neuling Gibraltar

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Nizza (dpa) - Die Frage eines englischen Journalisten beantwortete Joachim Löw ganz ehrlich: "Im Moment weiß ich noch gar nichts über Gibraltar, gar nichts", sagte der Bundestrainer, nachdem das jüngste der 54 UEFA-Mitglieder zum deutschen Gruppengegner auf dem Weg zur EM 2016 bestimmt worden war.

Löw war damit im Palais de Congrès von Nizza nicht allein - dabei wird in dem britischen Überseegebiet am Südzipfel Spaniens schon seit 1895 unter dem Dach eines Nationalverbandes Fußball gespielt. In der heimischen Premier League gibt es acht Teams.

Die Anerkennung durch die UEFA war aber schwierig. Spanien sperrte sich aus politischen Gründen gegen die Aufnahme und verbat sich auch ein mögliches Quali-Duell. Erst nach einem juristischem Kampf wurde das Mini-Territorium mit dem weltberühmten Affenfelsen im Mai 2012 aufgenommen und spielt erstmals eine Qualifikationsrunde mit.

Gleich beim ersten Testspiel ließ das Team von Trainer Allen Bula aufhorchen. Der Slowakei - immerhin WM-Teilnehmer 2010 wurde im November 2013 von Spielmacher Liam Walker und Co. ein 0:0 abgetrotzt. Gibraltar ist mit 30 000 Einwohnern das kleinste UEFA-Mitglied. Ein adäquates Stadion gibt es noch nicht. Gespielt wird in Faro in Portugal. "Das habe ich auch eben gerade erfahren", sagte Löw.