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Fußball - Berlin

"Schlüsselspiel" gegen Schalke

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Für Samstagabend hat Pal Dardai einen festen Plan. Das Berliner Spätsommer-Feeling möchte der Coach von Hertha BSC nach der Bundesligapartie gegen den FC Schalke 04 verlängern. "Ich will nach dem Spiel auf der Terrasse sitzen und es genießen, dass wir das Publikum glücklich gemacht haben", sagte der Ungar. Der jüngste Bundesliga-Entzug hat dabei auch ihn ungeduldig gemacht - angesichts der Länderspielunterbrechung gehe es ihm wie der Mannschaft, berichtete Dardai. "Wir sind sehr heiß. Die Pause war ein Tick zu lang."

14 Spieler aus seinem Team waren vergangene Woche international unterwegs, zumindest hinter dem Einsatz von Mathew Leckie gegen die Königsblauen steht nun noch ein Fragezeichen. Ob der angeschlagene Australier am Samstag (15.30 Uhr/Sky) nach der WM-Qualifikation schon wieder einsatzfähig sein wird, ist Dardai zufolge noch nicht klar. "Nach langer Spielzeit und langer Reise hat er ein paar Blessuren, und dann müssen wir das abwarten, wie sich alles entwickelt."

Leckie hatte am Dienstag beim 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Syrien 120 Minuten durchgespielt und sich dabei mit Australien für die interkontinentale Playoff-Runde qualifiziert. Ein Ausfall würde Herthas Stammformation durcheinanderwirbeln: Bislang startete Leckie in allen sieben Ligapartien, erzielte mit vier Saisontoren die Hälfte der Berliner Treffer.

Damit steht der Österreicher Valentino Lazaro vor seinem Startelfdebüt in der Bundesliga - und Neuzugang Davie Selke darf nach langer Verletzung zumindest auf seinen Premieren-Einsatz als Einwechselspieler in dieser Saison hoffen. Er sei "top", sagte Dardai über die jüngsten Trainingsauftritte des Stürmers. "Ich würde ihn mitnehmen, und als Joker würde er uns auch weiterbringen." Auch Stamm-Torhüter Rune Jarstein, der wegen Knieproblemen zu Anfang der Woche pausiert hatte, ist nach zwei guten Trainingstagen wieder fest eingeplant.

Zum "Schlüsselspiel" hat Dardai die Partie gegen den Revierclub ausgerufen. "Das wird eine schwierige Aufgabe und ein richtiger Fight", betonte der Ungar. Nach dem 2:2 gegen den FC Bayern startet Hertha als Zehnter in die zweite Hälfte der Vorrunde und setzt auf seine gewohnte Stärke im Olympiastadion. Zwei Siege, zwei Unentschieden: die makellose Heimbilanz soll auch gegen den direkten Tabellennachbarn halten.

"Die Entwicklung zuhause ist total", resümierte Geschäftsführer Michael Preetz. "Im Vergleich zu den Spielzeiten davor, sind wir eigentlich eine Macht geworden." Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wäre auch der Samstagabend für Pal Dardai gerettet.