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Eishockey

Festtag im Fußballstadion: Zuschauerrekord in Dresden

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Dresden (dpa) – Mit der Zweitliga-Rekordmarke von 31 853 Zuschauern hat es das "Winter Derby" in Dresden unter die Top Fünf der bestbesuchten Eishockey-Spiele unter freiem Himmel in Europa geschafft.

"Das war ein Festtag für das deutsche Eishockey, der auch für eine beeindruckende Entwicklung der DEL2 in den vergangenen drei Jahren steht", erklärte Gernot Tripcke, DEL-Geschäftsführer nach dem spektakulären 4:3-Sieg der Dresdner Eislöwen nach Verlängerung gegen die Lausitzer Füchse im Fußballstadion der sächsischen Metropole.

Auch Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, schwärmte: "Es ist für unseren Sport ein großes Ereignis, dass man es schafft, in der zweiten Liga so etwas auf die Beine zu stellen. Das zeigt, dass Eishockey unheimlich Potenzial hat, gerade hier in Sachsen."

Die DEL hatte zuletzt mit ähnlichen Aktionen um mehr Aufmerksamkeit für den Sport gekämpft. Zu den sogenannten "Winter Games" 2013 in Nürnberg und 2015 in Düsseldorf kamen jeweils über 50 000 Zuschauer in die Fußball-Arenen. Vorbild ist wie so oft die US-Profiliga NHL, die auch schon seit einiger Zeit zum Jahreswechsel Freiluft-Spiele vor Zehntausenden Fans veranstaltet.

Das Eishockey-Fest in Dresden soll nach dem großen Erfolg keine einmalige Veranstaltung bleiben. "Das war der perfekte Startschuss für unsere DEL2-Event-Game-Serie. Dresden hat Maßstäbe gesetzt, und die Organisatoren haben einen Riesen-Job gemacht", betonte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.

Auch die Spieler genossen das Ausnahme-Erlebnis. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so ein Kribbeln im Bauch habe. Doch es war eine Wahnsinnsstimmung und die ganze Veranstaltung eine super Werbung für unseren Sport", sagte Eislöwen-Kapitän Steven Rupprich, der als einziger Akteur auf dem Eis bereits das Winter Game der DEL in Nürnberg erlebt hatte.

Für das Event im Dynamo-Stadion wurden 90 Kilometer Rohre verlegt, damit 180 000 Liter Wasser gefrieren konnten und eine bis zu zehn Zentimeter dicke Eisfläche entstand. Dazu wurden 165 Meter Bande installiert. Drei Stromgeneratoren und zwei Eismaschinen waren im Einsatz. Rund 600 000 Euro ließen sich die Organisatoren das Event kosten.