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Biathlon

Protest nach Mixed-Staffel: Fourcade verschwindet

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Martin Fourcade verlässt die Flower Ceremony des Mixed-Staffel-Wettbewerbs. Foto: Heikki Saukkomaa

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hochfilzen (dpa) - Bei der Biathlon-WM ist es nach der Mixed-Staffel zu einem Eklat gekommen. Als die drittplatzierten Russen bei der Zeremonie im Stadion von Hochfilzen auf das Podest sprangen, verschwand Martin Fourcade mit seinem Blumenstrauß in der Hand.

Mit Frankreich war der Weltcup-Spitzenreiter gerade Zweiter hinter Deutschland geworden. Als die Russen, die Doping-Sünder Alexander Loginow in der Mixed-Staffel aufgestellt hatten, an ihm vorbeimarschierten und den Handschlag verweigerten, applaudierte Fourcade höhnisch. Von den Zuschauern gab es Pfiffe für die russischen Skijäger.

Vor dem Rennen hatte Fourcade mit Bezug auf die Nominierung Loginows getwittert: "Wir dachten nicht, dass es möglich ist. Aber sie haben es getan." Viele Skijäger sehen in der Aufstellung Loginows eine Provokation seitens der Russen.

Bei der anschließenden Pressekonferenz kritisierte der ansonsten eher zurückhaltende russische Schlussläufer Anton Schipulin den Franzosen scharf. "Er hat sich unfair verhalten und damit greift er unsere ganze Mannschaft an. Das können wir nicht hinnehmen", sagte Schipulin und war sichtlich aufgebracht.

Fourcade wies die Vorwürfe zurück. Er habe nichts falsch gemacht. "Ich kämpfe für sauberen Sport und wer das nicht akzeptiert, muss damit klarkommen", sagte der fünfmalige Weltcupgesamtsieger, der einer der Wortführer der Biathleten im Kampf gegen Doping ist.