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Basketball

BBL-Chef Holz: «Mit Hip-Hoppern in Kontakt kommen»

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Köln (dpa) - Die Aufgaben für Stefan Holz sind nach seinem ersten halben Jahr als Geschäftsführer der Basketball Bundesliga nicht weniger geworden. Im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur äußert er sich vor Start der Rückrunde über die wichtigsten Themen.

Stefan Holz über ...

... seine ersten Monate als BBL-Geschäftsführer:

"Meine Erwartungen sind erfüllt worden. Nicht überrascht haben mich die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen: Die Suche eines neuen Hauptsponsors und weiterer strategischer Partner. Ein weiteres Thema ist die Frage, wie wir im Free-TV in breiteren Kreisen stattfinden können. Wir müssen zudem noch kommunikativer werden, unsere Köpfe, unsere charismatischen Typen wie Daniel Theis herausbringen. Und wir müssen andocken an andere Interessen unserer jungen Zielgruppe: Wir müssen mit Fußballern, YouTubern und mit Hip-Hoppern in Kontakt kommen."

... die Suche nach einem Hauptsponsor:

"Ich werde keine Wasserstandsmeldungen abgeben. Wir zielen hoch und suchen primär das Gespräch mit großen Unternehmen, das braucht seine Zeit. Wir sollten einen Hauptsponsor, der zu unserer Marke passt, zur neuen Saison haben, nicht eher und nicht später."

... die Situation im Streit zwischen Euroleague und FIBA:

"Das macht mir keine Sorgen. Es gibt einen klaren Vorschlag für die neue Euroleague, der Vorschlag für den Eurocup ist hingegen noch vage. Es gibt die ursprünglichen Pläne der FIBA für die Champions League, die sich zunächst in Luft aufgelöst haben, jetzt aber mit Hochdruck neu aufgestellt werden. Es ist eine ganz spannende Zeit, und wir sind in einer tollen Situation. Die BBL wächst und die Vereine werden immer stärker. Beide Lager benötigen zudem den großen deutschen Markt. Wir werden uns das daher in Ruhe anschauen."

... den neuen Vorschlag der FIBA:

"Es ist alles noch work in progress. Mir scheint die FIBA da aber auf dem richtigen Weg zu sein. Im Gegensatz zum Euroleague-Modell gibt es eine sportliche Qualifikation. Diese orientiert sich ein Stück weit an der Fußball-Champions-League, der Spielplan ist moderater. Es wäre schön, wenn es zwei Modelle gibt, die sich fundamental unterscheiden. Ein Szenario ist sicher, dass ein, zwei, drei Jahre parallel gespielt wird, am Ende des Tages macht das aber keinen Sinn."

ZUR PERSON: Stefan Holz ist seit dem 1. September neuer Geschäftsführer der Basketball Bundesliga. Zuvor war der Nachfolger von Jan Pommer unter anderem für die Vermarktung von "Wetten, dass..?" zuständig.