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Wahlen - Hamburg

FDP-Chef Lindner fordert Reisewarnung für Türkei

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hamburg (dpa) - Der FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) aufgefordert, eine offizielle Reisewarnung für die Türkei auszusprechen. "Wie lange wollen wir uns das noch ansehen?", sagte Lindner am Freitag in Hamburg angesichts der Inhaftierung von zwei weiteren Deutschen in der Türkei. "Jedes Entgegenkommen für diesen Mann ist ein Tritt in die Kniekehlen der demokratischen Opposition." Auch die Verhandlungen der Türkei über einen Beitritt zur EU müssten beendet werden. Als islamistische Autokratie könne die Türkei nicht Mitglied der EU sein.

Lindner sprach zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase der FDP in Hamburg. Zu seinem Auftritt gemeinsam mit der Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding waren weit mehr Besucher gekommen als erwartet. Die Festsäle des Hotels "Atlantic" reichten nicht aus; mehr als 1000 FDP-Anhänger füllten auch die Nebenräume und saßen auf dem Boden und den Fluren. "Keine Sitze im Parlament nach der Wahl, das kennen wir. Keine Sitzplätze vor der Wahl, das ist eine ganz neue Erfahrung für die FDP", kommentierte Lindner den unerwarteten Andrang.

Er unterstrich den Willen der FDP, drittstärkste Partei im Bundestag zu werden. In den jüngsten Umfragen erreicht die FDP bis zu zehn Prozent der Stimmen und liegt damit knapp vor der unmittelbaren Konkurrenz von Linken, Grünen und AfD. Andere Umfragen sehen die vier kleinen Parteien gleichauf. "Da wird entschieden, wie das Gesicht dieser Bundestagswahl aussieht", sagte der FDP-Chef.