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Migration - Kiel

Günther unterstützt Familiennachzug von Flüchtlingen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Einreise von Flüchtlings-Angehörigen befürwortet. "Der Familiennachzug innerhalb von Obergrenzen, wie sie etwa bei den leider gescheiterten Gesprächen über ein Jamaika-Bündnis im Bund bereits verabredet waren, ist ein wichtiges Instrument bei der Integration", sagte Günther den "Kieler Nachrichten" (Montag). "Der CDU, die sich auch als Familienpartei sieht, steht es gut an, hier keine übergroßen Hürden zu bauen."

Die Landesregierung kalkuliert in ihren Haushaltsplanungen für das kommenden Jahr mit rund 8000 einreisenden Flüchtlingsangehörigen, sollte der Nachzug ab März nicht mehr länger ausgesetzt sein. "Die Zahlen beruhen zunächst einmal auf Prognosen. Die weitere Entwicklung bleibt deshalb abzuwarten", sagte Günther.

Grundsätzlich stelle die Möglichkeit des Zusammenlebens mit der eigenen Familie eines der zentralen Grundrechte dar. Die Landesregierung werde sich auf Bundesebene dafür einsetzen, die zweijährige Wartefrist beim Familiennachzug zu subsidiär Geschützten zu verkürzen. "Weiterhin werden wir uns für eine Erleichterung des Nachzugs minderjähriger Geschwister einsetzen."