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Landtag - Potsdam

Brandenburgs Parteichef: Islam gehört nicht zur AfD

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Potsdam (dpa/bb) - Mit Blick auf ein zum Islam konvertiertes Ex-Landesvorstandsmitglied hat Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz die ablehnende Haltung seiner Partei zu der Religion klargestellt. "Der Islam gehört nicht zur AfD Brandenburg", sagte Kalbitz am Dienstag vor Journalisten. Dennoch stehe die Partei zur Religionsfreiheit. "Religion bleibt Privatsache, auch in der AfD."

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass Parteimitglied Arthur Wagner zum Islam konvertiert ist. Seine Funktion als Beisitzer im Landesvorstand der Partei gab er bereits am 11. Januar auf - aus privaten Gründen, wie es hieß. Wagner selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich dazu.

Die Entscheidung Wagners sei "völlig in Ordnung", sagte Kalbitz. "Glaubenssachen kann man schlecht diskutieren." Selbstverständlich sei Wagner genauso gerne in der Partei gesehen wie andere auch. "Natürlich kann ein Muslim Mitglied der AfD sein", meinte der Landesparteichef. Der Islam per se gehöre aber nicht dazu. Die AfD fällt immer wieder mit islamfeindlichen Äußerungen auf.